Kreuzgang in Kloster Wald
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Die Geschichte unseres Klosters

Das Kloster Wald wurde 1212 von Burkard von Weckenstein als Zisterzienserinnenkloster gegründet. Aus dem Mittelalter sind der romanische und der gotische Teil des Kreuzgangs erhalten, der Kapitelsaal und der „Jennerflügel“. 1698 ließ die Äbtissin Jakobe v. Bodman die Klosterkirche im barocken Stil neu bauen. In den Jahren 1721–1727 errichtete die Äbtissin Antonia v. Falkenstein den großen barocken Klosterkomplex im Westen und Norden der Anlage. 1806 wurde die Abtei im Zuge der Säkularisierung aufgehoben und diente als „Amt Wald“ im Besitz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen verschiedenen Aufgaben.

Nach dem 2. Weltkrieg, im Jahr 1946, gründeten Benediktinerinnen von der hl. Lioba aus Freiburg in frei werdenden Gebäudeteilen die „Heimschule Kloster Wald“, eine Mädchenschule mit Internat im christlichen Geist. Die Schwestern sorgten dafür, dass die Klosteranlage instand gehalten wurde. Durch Renovierungsmaßnahmen wurde im Laufe der Jahre Altes wieder hergestellt; der Raumbedarf einer modernen Schule konnte nach und nach in die historischen Gebäude integriert werden. 1994 übergab die Kongregation der Benediktinnerinnen von der hl. Lioba die Trägerschaft der Heimschule Kloster Wald an die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg.

Die Geschichte des alten Hauses prägt heute noch die Atmosphäre der Gebäude, in denen verwinkelte, von Balken getragene mittelalterliche Räume mit hellen barocken Sälen abwechseln, dunkle Gänge mit weiten herrschaftlichen Treppenhäusern, geschwungene Gewölbe mit Stuckdecken in den Klassenräumen. Das Haus ist nicht nach einem konsequenten Plan erbaut worden, sondern hat sich nach den jeweiligen Erfordernissen und Möglichkeiten der Zeit erweitert, dadurch entstand eine gewachsene Einheit in der Vielfalt der Stilelemente. Auf die jungen Menschen der heutigen Zeit, die von Beton- und Glaskombinationen ermüdet sind, wirkt das alte Kloster gemütlich, familiär und heimelig. Es wird nicht aller Wohnkomfort geboten, dafür aber erlebt der Mensch sichtbar gewordene Tradition, Kultur und Geschichte und es bildet sich ein Gespür für das Echte und Beständige.