80 Jahre Kloster Wald – großes Urwälderinnen-Treffen am Samstag, 16. Mai 2026

Das Ehemaligentreffen zum 80-jährigen Bestehen von Kloster Wald machte auf eindrucksvolle Weise sichtbar, welch einzigartige und außergewöhnliche Gemeinschaft hier über Generationen hinweg entstanden ist: Ehemalige Schülerinnen, die sogenannten „Urwälderinnen", Schwestern, frühere und heutige Mitarbeitende sowie Lehrkräfte fühlen sich diesem Ort bis heute in besonderer Weise verbunden.
Beim großen Jubiläum kamen ehemalige Schülerinnen vieler Generationen zusammen – von den ersten Jahrgängen ab 1946 bis heute waren über 600 Menschen da. Besonders bewegend war dabei, dass tatsächlich ehemalige Schülerinnen aus den Anfangsjahren der Schule mit vor Ort waren: Frauen, die bereits kurz nach der Gründung von Kloster Wald hier zur Schule gingen und heute fast 90 Jahre alt sind.
Auch Schwestern des Lioba-Ordens, von dem die Schule 1946 gegründet wurde, sowie frühere und heutige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schule, Internat und dem gesamten Haus waren vor Ort – ein Zeichen der großartigen Gemeinschaft, die das Haus seit Jahren auszeichnet.
Im Mittelpunkt vieler Gespräche standen die Erzählungen der Schwestern sowie die Erinnerungen an die Anfänge der Schule nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Erzählcafé berichteten ehemalige Schülerinnen eindrucksvoll von ihrer Zeit in Wald: von einem Haus, das damals erst aufgebaut werden musste, vom Alltag im Internat, von den Schwestern, vom gemeinsamen Leben und Lernen sowie von dem besonderen Geist der Gemeinschaft, der viele bis heute mit der Schule verbindet. Für die Besucherinnen waren diese persönlichen Einblicke ein bewegendes Zeugnis der Schulgeschichte und machten die vergangenen acht Jahrzehnte lebendig.
Der Festtag begann am Vormittag mit einem „come together" im Kreuzgang und Binnenhof sowie einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Bernhard. Die vielfältigen Verbindungen, die zwischen allen Anwesenden besteht, als Zeichen der Gemeinschaft, wurden sinnbildlich in einem geknüpften Bild. Alle Teilnehmerinnen waren eingeladen, sich in Form eines Fadens einzuknüpfen.
Nach der offiziellen Begrüßung und einem gemeinsamen Gruppenfoto im Innenhof bestand beim Mittagessen und bei Begegnungen im Klosterhof und vielfältigen Angeboten im ganzen Haus Gelegenheit zum Austausch alter Erinnerungen.
Am Nachmittag konnten die Gäste Schule, Internat und Werkstätten auf vielfältige Weise erleben. Das abwechslungsreiche Programm bot unter anderem Führungen durch Internat und Schule, Besichtigungen der Werkstätten, Gesprächsrunden mit den Schwestern, eine Vorstellung der renovierten Naturwissenschaftsräume sowie Ausstellungen und Mitmachangebote. Besonders beliebt waren das Erzählcafé, die Modenschau, die interaktive Foto-Zeitreise, kreative Mitmachstationen sowie musikalische Beiträge von Schülerinnen. Auch Erinnerungsbücher, Fotokulissen und zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten luden dazu ein, gemeinsam auf die Schulzeit zurückzublicken.
Viele ehemalige Schülerinnen nutzten außerdem die Gelegenheit, vertraute Orte noch einmal zu besuchen – den Kreuzgang, die Mensa, das Internat oder die Schwesterkapelle. Dabei wurde spürbar, wie stark die Verbundenheit mit Kloster Wald auch nach Jahrzehnten geblieben ist.
Der Tag endete mit einem Sektempfang und einem gemeinsamen Abendbuffet in der Turnhalle. Für viele Gäste war das Jubiläum weit mehr als ein Wiedersehen: Es wurde zu einem generationsübergreifenden Fest der Erinnerung, der Dankbarkeit und der lebendigen Gemeinschaft, die Kloster Wald seit 80 Jahren prägt.
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