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18.10.2022

Improtheater mit Jens Weber

Wenn von einem tränenbetriebenen Hausaufgabenschreiber die Rede ist, kann es wohl kaum mit rechten Dingen zugehen, oder? Nun, so einiges ist da möglich beim Improtheater.

Nach drei Jahren Corona-Zwangspause fand am Freitag im Kloster Wald wieder und zum fünften Mal insgesamt ein kreativer und überaus heiterer Abend mit improvisierten und spontanen Szenen statt. Jens Weber vom Improtheater Konstanz und die Schülerinnen des „Literatur und Theater“-Kurses von Eva Schroff haben den Abend vorbereitet.

Improvisationstheater bedeutet, dass Szenen spontan auf der Bühne entstehen – ohne vorgefertigtes Skript mitsamt Regieanweisungen. Für die Schülerinnen ist es eine Art Lebensschule: „Scheiter heiter!“, der Grundsatz dieser Darstellungsform, lehrt, sich mit Gelassenheit neuen, unbekannten Situationen zu stellen und sie so besser zu meistern.

Neue und unbekannte Situationen sorgten am Freitagabend für vielerlei heiter-skurrile Momente: Beispielsweise klärte Professor Dreikopf das Publikum über die richtige Zubereitung von Froschschenkeln auf. Es komme wohl auf die richtige Menge Öl und den wohldosierten Einsatz der Hände an.

Kurze Zeit später kam es zu einer Gefühlsachterbahn bei einer Szene im Fitnessstudio. Hintergrund: Die beteiligten Schauspielerinnen mussten immer wieder ihre Gefühlszustände, welche vorher vom Publikum benannt worden waren, wechseln.

Daran schloss das „Puppenspiel“ an, bei welchem die Schauspielerinnen wie Puppen bewegt wurden und die Motorik mit Worten (und Sinn) selbst auskleiden mussten. Als schließlich auch noch Jens Weber als zorniger Bademeister (bzw. Bademeisterpuppe) in der dargestellten Schwimmbad-Szene in Erscheinung trat, war das Publikum hellauf begeistert.

Im „Reklamationsspiel“, bei welchem zwei Schülerinnen ein ihnen unbekanntes Produkt zurückgeben und nur über die Reaktion der Verkäuferin erraten mussten, um was es sich handelt, kam es schließlich zum großen Auftritt des tränenbetriebenen Hausaufgabenschreibers. Recht rasch waren die Mädchen auf das Gerät gekommen – so absurd scheint die Idee davon also gar nicht zu sein.

Im letzten Spiel, der Diashow, erläuterte eine Schauspielerin dann anhand mehrerer Gruppenstandbilder der restlichen Schauspielkolleginnen die Geschehnisse der vorangegangenen (fiktiven) Klassenfahrt zum Ballermann. Dabei schien sich nicht nur die Lehrerin danebenbenommen, sondern auch fremde Menschen ins Bild geschlichen und natürlich viele Teilnehmerinnen zur Flasche gegriffen zu haben; entsprechend heiter war die Reaktion des Publikums.

So hatten am Ende nach gut einer Stunde alle Schülerinnen die Mutprobe bestanden und für reichlich Unterhaltung gesorgt. Als das Publikum die Schülerinnen und Herrn Weber mit tosendem Applaus von der Bühne verabschiedete, war die Freude allseits groß.

Hoffen wir auf noch viele weitere Improshows in Wald!

André Kiefer

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