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21.02.2022

Geschafft: Abitur und Gesellenbrief

Lossprechungsfeier der Schreinerinnen und Holzbildhauerinnen

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man etwas geschafft hat. Vor allem, wenn das Ergebnis ein praktisches Möbelstück ist oder sogar ein eigens geschaffenes Kunstwerk.

Am Samstag, den 19. Februar 2022, wurden insgesamt 16 Lehrlinge der Schreiner- und Holzbildhauerwerkstätten im Kloster Wald losgesprochen. Für sie endet damit eine vierjährige Ausbildungszeit mit dem Gesellenbrief.

Viele Schülerinnen entscheiden sich für die Schule Kloster Wald wegen der handwerklichen Ausbildung, die hier ab der 9. Klasse angeboten wird. Sie können wählen, ob sie sich zur Schreinerin, Holzbildhauerin oder Maßschneiderin ausbilden lassen.

In den ersten drei Jahren der Lehre verbringen die Schülerinnen einen Nachmittag pro Woche mit dem Handwerk. Nach dem bestandenen Abitur sind die jungen Damen ganztägig für weitere 7 Monate in den Werkstätten. In dieser Zeit werden die Auszubildenden intensiv in Theorie und Praxis auf die Gesellenprüfung vorbereitet.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie konnten die Feierlichkeiten zur Lossprechung jedoch auch in diesem Jahr nicht im üblichen Rahmen stattfinden. Pro Schülerin durften immerhin zwei Gäste in der Turnhalle der Schule anwesend seien. Aber dank der technischen Unterstützung von Andrea Hauber und Julian Pfau war es möglich, per Livestream an der Veranstaltung teilzunehmen.

In ihrer Ansprache betonte Werkstattleiterin Diana Kempf, dass für die ehemaligen Schülerinnen nun vier spannende Jahre zu Ende gingen. Jahre, in denen sie viel gelernt hätten am und mit dem Werkstoff Holz. Jahre, in denen sie sich fachliche Kompetenzen erworben hätten, ebenso wie soziale – und Erfahrungen gemacht, von denen sie ein Leben lang profitieren können.

Die Grußworte von Harald Herrmann, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, waren voll des Lobes der Junggesellinnen. Seit der Schulgründung durch Sr. Sophia im Jahre 1946 gehöre die Bildung der Hand zum pädagogischen Konzept von Kloster Wald. Durch ihre Lehre hätten die Schülerinnen Engagement, Durchhaltevermögen und Disziplin bewiesen und damit Tugenden, die in vielerlei Hinsicht im späteren Leben bedeutsam seien. Er unterstrich die hohe Qualität der handwerklichen Ausbildung in Wald, die regelmäßig mit Preisen gewürdigt würde und bestätigte, es sei „nie verkehrt, eine abgeschlossene Berufsausbildung zu besitzen.“

Nach der Übergabe der Zeugnisse zeigte sich Schulleiter Hartwig Hils in seiner kurzen Ansprache sichtlich stolz auf die Gesellinnen. Er verwies auf den Zugewinn, den die handwerkliche Ausbildung für die Schule und die Schülerinnen bedeute. Die Berufsausbildung sei eine Investition in die Zukunft und wertvoll auch für diejenigen, die ihre Berufung nicht im Handwerk sähen.

Zuletzt kam die Internatsleiterin Rita Schmid zu Wort, die den frisch Losgesprochenen versicherte, in Wald würden die Türen immer für sie offenstehen.

In Videos und Kurzpräsentationen stellten die Gesellinnen schließlich ihre Werkstücke dem Publikum vor. Die Werkstücke der acht Holzbildhauerinnen überzeugten mit Tiefgang und einer Sehnsucht nach Zusammensein, während die acht Schreinerinnen vor allem praktisch dachten.

Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag von den Gesellinnen Carola Kaut und Maren Hahnemann, die in drei Musikstücken unterschiedlicher Instrumentalisierung eindrucksvoll die Vielfältigkeit ihrer Talente bewiesen.

Für die 16 ehemaligen Schülerinnen beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Möge sie alles Glück der Welt dabei begleiten.

Christian Mehrmann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg