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24.10.2021

Matisse und Schnurpsentiere

Kunst vor dem Lehrerzimmer

Wer im Herbst 2021 im zweiten Stock der Heimschule Kloster Wald verweilt, wird von einer bunten Vielfalt verzaubert. Da finden sich Figuren aus Pappe, farbenfroh gestaltet, spielerisch verziert und fröhlich dahinschauend. Wo immer das betrachtende Auge landet, gibt es neue Schattierungen und Details zu entdecken. An den Wänden hinter den Figuren lässt sich noch mehr entdecken. Bilder mit zahlreichen Formen und Farben, Flickenteppiche der Kreativität hängen da – ganz fröhlich und unbeschwert.

In den letzten Schuljahren hat sich im Gang vor dem Lehrerzimmer eine Art Wanderausstellung der Fachschaft Bildende Kunst etabliert. Alle paar Monate wechseln die Ausstellungsstücke – von Malereien, Zeichnungen, Modellen, über Portraits, Abstraktem wie Konkretem war schon Einiges zu bestaunen.

In diesem Herbst sind Werke der 6. Klassen ausgestellt. Angelehnt an die Künstlerin Niki de Saint Phalle, die für ihre Nana-Skulpturen berühmt ist, hat die Lehrerin Simona Menne mit den Schülerinnen so genannte „Schnurpsentiere“ erschaffen: Fantasietiere aus Schachteln, Klebeband, Verpackungsmaterial und Farbe, die wunderbar fantastische Namen tragen. So findet sich beispielsweise der Löwadler unter den Gästen vor dem Lehrerzimmer, oder der Flamifant.

Zu Beginn der Arbeit beschäftigten sich die Schülerinnen mit der Künstlerin und entwarfen ihr eigenes Schnurpsentier. Im Anschluss ging es an die Materialsammlung, bei der fast alles möglich war. Bis schließlich das erdachte Tier zusammengebaut und gestaltet werden konnte, vergingen ca. fünf Wochen.

Die Bilder an der Wand entstanden aus der Beschäftigung mit Henri Matisse. Inspiriert von Beispielen aus der Arbeit des Franzosen gestalteten die Schülerinnen in Klasse 6 ihre eigenen Scherenschnitte.

Zunächst mussten die Mädchen verschiedene Formen ausschneiden, welche ihnen aus der Natur bekannt sind, z.B. Blätter, Pflanzen und Tiere. Dann wurden diese Formen auf größere Stücke farbigen Papiers geklebt und im Anschluss so angeordnet, dass sie eine stimmige Komposition bildeten. Eingerahmt in Passepartout, konnten die Kunstwerke nun ausgestellt werden.

Die Ergebnisse sind fröhlich, kreativ, vielfältig, bunt, sie verbreiten Optimismus und Hoffnung – ein schönes Statement in einer Zeit, in der Normalität und Leichtigkeit immer noch nicht ganz wieder einkehren wollen. Sollten Sie es einmal ins zweite Stockwerk der Schule schaffen, lassen Sie sich verzaubern von der kompromisslosen Fröhlichkeit dieser Kunstwerke.

Christian Mehrmann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg