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29.07.2021

Hoffnung auf bessere Zeiten

Kloster Wald verabschiedet das Schuljahr

H  O  P  E – vier große Buchstaben auf einem bunten Banner stehen vor dem Altar in der Klosterkirche St. Bernhard in Wald. Daneben liegen Utensilien und Objekte, die das Schuljahr 2020/21 prägten – Masken, Plexiglasscheiben, Abstandsmesser, Desinfektionsmittel.

Mit Hoffnung auf bessere Zeiten geht das Jahr am Freitag, den 23. Juli zu Ende. Traditionell gibt es an der Heimschule Kloster Wald einen großen Abschlussgottesdienst, es werden Reden gehalten, Preise verliehen und am Ende singen alle das Ferienlied. Mit den aktuellen Corona-Regeln an Schulen war aber auch dieses Jahr eine zentrale Feier nicht möglich.

Das Team der Schulseelsorge um Andrea Hauber und Ulrich Schneider veranstaltete deshalb insgesamt drei Gottesdienste für die Klassen 4 bis 6, 7 bis 9 und 10 bis 11, bevor Schülerinnen und Lehrkräfte in die wohlverdienten Ferien entlassen werden konnten.

Obwohl dieses Schuljahresende ein wenig „normaler“ begangen werden konnte – die Maskenpflicht ist nicht mehr so rigide, Abstände müssen nicht immer mehr eingehalten werden, es darf wieder Musik gespielt und am Platz gesungen werden -, standen die Gottesdienste im Zeichen der Trauer.

Traurig waren wir über die vielen Verluste an Kraft und Nerven während des Lockdowns und der Phase des Fernunterrichts, dem Mangel an sozialen Kontakten zwischen Mitschülerinnen und Lehrkräften, den fehlenden Berührungen, die aufmuntern und trösten können. Mansches Mitglied der Schulgemeinschaft hat einen lieben Menschen verloren und allgemein schwindet das Vertrauen darin, dass „alles wieder wie vorher sein wird.“

Aber diese Zeit ist auch eine Zeit der Hoffnung, daher stand diese so markant im Mittelpunkt der Rede von Andrea Hauber: Hoffnung auf bessere Zeiten, Hoffnung auf Präsenzunterricht im nächsten Schuljahr, Hoffnung auf mehr Leichtigkeit und weniger Sorgen, auf Licht am Ende des Tunnels. Aber Hoffnung auch auf jemanden, der uns nicht verlässt und uns beisteht in schwierigen Zeiten wie auch das Vertrauen, dass da jemand ist, der nicht von unserer Seite weicht.

Neben Schulleiter Hartwig Hils verabschiedete auch die SMV mit ihren Vertreterinnen Emilia Zaazou und Amata von Truchseß das vergangene Schuljahr; nicht jedoch, ohne die neu gewählte Vertrauenslehrerin vorzustellen. Tamara Jäkle wird in der Zukunft zusammen mit Philipp Dürr wieder SMV-Tage, Adventsbasar, Sternchenzeit und andere Aktivitäten der Schülerinnen tatkräftig – und soweit möglich – unterstützen.

Zum Abschluss des Gottesdienstes durften die Schülerinnen dann doch das Ferienlied singen. Mit Maske und Abstand zwar, aber immerhin – manche Tradition kann auch in besonderen Zeiten gewahrt werden.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Martin Herr an der Orgel sowie der Schulband.

Im Anschluss verabschiedeten die Lehrkräfte den Kunstlehrer Wolfgang Otten nach 18 Jahren Dienst in Wald in den wohlverdienten Ruhestand. Mit Musik des Mitarbeiterchors sowie guten Wünschen und Worten der Erinnerung beginnt für ihn nun ein neuer Lebensabschnitt, den er sicherlich kreativ, aktiv, kritisch und mit bester Laune begehen wird.

Allen Mitgliedern der Hausgemeinschaft wünschen wir an dieser Stelle erholsame Ferien, viel Gesundheit und alles Gute.

Christian Mehrmann (Text) und Joachim Ott (Fotos)

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg