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28.06.2021

Der erste Besuch nach dem Lockdown

Jugendoffiziere der Bundeswehr in Wald

Von der Bundeswehr kriegen Jugendliche dann und wann etwas aus den Medien mit: Berichte über den Abzug aus Afghanistan, veraltete Ausrüstung und Skandale um das KSK. Es herrscht viel Meinung, aber wenig Wissen.

Jugendoffiziere der Bundeswehr gehen deshalb an Schulen, um Schülerinnen und Schüler über die Aufgaben der deutschen Streitkräfte, ihre rechtlichen Grundlagen und Besonderheiten aufzuklären.

Am Dienstag, den 22. Juni waren zwei dieser Jugendoffiziere in Wald zu Gast. Abiturientinnen der GK-Kurse von Frau Köhler, Herrn Dr. Huber und Herrn Dürr waren ihr Publikum. Es war dies die erste Schulveranstaltung seit Monaten – und fast fühlte es sich so an wie damals, vor Corona. Noch aber mussten Gäste und Schülerinnen Masken tragen und sich auf zwei Räume aufteilen, um ausreichend Abstand zu wahren.

Die Hauptleute Alexander Thomas und Maximilian Niehues aus Ulm berichteten von dem Spannungsverhältnis zwischen internationalem Krisenmanagement und Landes- bzw. Bündnisverteidigung, in dem sich die Bundeswehr gerade befinde. Sie gaben Einblicke in das Grundgesetz und erläuterten die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz des Militärs im In- und Ausland.

Am Beispiel eines Auslandseinsatzes erklärten die Jugendoffiziere dann eine wichtige Eigenschaft der deutschen Streitkräfte: Anders nämlich als im Nachbarland Frankreich oder den USA ist die Bundeswehr eine Parlamentsarmee, deren Einsatz grundsätzlich vom Bundestag genehmigt sein muss.

Die Schülerinnen diskutierten mit den Offizieren über Fragen der Finanzierung, Personalstärke und Frauen in der Bundeswehr. Auch ob – um den wachsenden Aufgaben der Bundeswehr gerecht zu werden und gleichzeitig ausreichend Personal zur Verfügung zu haben – nicht die Wehrpflicht wieder eingesetzt werden solle, war Thema der Debatte.

Am Ende kam die Pausenklingel eher als erwartet. Vieles hätte es wohl noch zu sagen gegeben, manche Fragen blieben ungefragt oder mussten aufs persönliche Gespräch verschoben werden. Die Offiziere – so die Botschaft – sollen gern wiederkommen.

Christian Mehrmann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg