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17.12.2020

Kurze Geschichten am Nikolausfeuer

Nikolaus und Knecht Ruprecht auf Besuch im Internat

Wenn sich am 6. Dezember das Internat herausputzt, um Nikolaus und seinen Knecht Ruprecht die Aufwartung zu machen, um Geschichten aus dem Internat zu lauschen, die Braven zu belohnen und die nicht so Braven zu schelten, dann findet dies eigentlich im heimeligen Jenner statt.

Weil in diesem Jahr der Anlass besteht, so manches anders zu machen, musste der Nikolaus flexibel sein. Um Abstand und Frischluft zu gewährleisten, begrüßten er und sein Knecht Ruprecht die Schülerinnen des Internats in einem schneebedeckten Brunnenhof des Klosters.

Und frischer Schnee fiel noch immer vom Himmel, als die beiden Wanderer von der Internatsgemeinschaft empfangen wurden. In einer kurzen Rede – schließlich sollte niemand krank werden – lobten und kritisierten sie die Mädchen für das vergangene Jahr. Ausgehängte Türen kamen zur Sprache, Schabernack um Läuse, und Matratzendomino, das neue „Spiel des Jahres“.

Ganz bedeutend – da kommt auch ein Nikolaus nicht herum – war die Rolle der allgegenwärtigen Corona-Situation, der Maskenpflicht und welche Veranstaltungen leider derzeit nicht wie üblich stattfinden können. Im Internat schlagen die Einschränkungen besonders zubuche.

Deshalb war es auch wichtig, von der positiven Energie, der Kreativität und der Herzlichkeit zu berichten, die dennoch vom Internat ausgeht. „Wir machen es uns trotzdem schön“, war die Botschaft des Abends, auch wenn die Situation manchmal trostlos ist.

Für jede hatten Nikolaus und Ruprecht dann auch eine Kleinigkeit dabei. Für die Schwestern gab es Geschenke, die eine wieder genesene Sr. Herrad über ein Seil in den Schwesterntrakt heraufhob. Der Rahmen der Nikolausfeier wurde auch genutzt, um den lang gedienten Hausmeister Martin Kuhn auch vonseiten des Internats herzlich in den Ruhestand zu verabschieden.

Kalt war es an diesem Sonntagnachmittag, deshalb waren fleißige Hände aus Küche und Hausmeisterteam bemüht, die Stimmung ein wenig aufzuhellen. Kleine Feuer wurden angezündet, Fackeln beleuchteten den Innenhof, nach dem Auszug der Gäste gab es für die Internen Grillkäse und Bratwürste, Magenbrot und gebrannte Mandeln oder auch warmen Punsch.

Es war eine tolle Stimmung im und um den Kreuzgang mit viel Lachen und Heiterkeit. Und das in einem Rahmen, der für die Nikolausfeier in Wald – hoffentlich – einmalig bleiben wird.

Christian Mehrmann

P.S. Die Rute musste unter diesen Bedingungen natürlich auch pausieren – für dieses Jahr zumindest.

 

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