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16.12.2020

Fashion-Revolution

Im Rahmen von „Gespräche im Kloster – über uns, Gott und die Welt – Lebenswege und Berufsperspektiven“, besuchte uns am Freitag, dem 27.November, die Urwälderin Sarah Lehleiter, die im Jahr 2009 ihr Abitur an der Heimschule Kloster Wald absolvierte und die in Klasse 9 extra wegen der Schneiderlehre als Schülerin nach Wald gekommen war.

Aus der Perspektive ihres heutigen Berufslebens als selbständige Modedesignerin erzählte Frau Lehleiter den Mädchen, dass sie in unserer Schule nicht nur durch die Schneiderlehre, den Kunstunterricht und den Sprachunterricht in Englisch und Französisch sehr gut für eine Karriere bei internationalen Firmen vorbereitet wurde, sondern auch durch das Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts, von dem der Schulalltag der Mädchen in Wald geprägt ist.                                                                

Wer schon während der Schulzeit Erfahrungen innerhalb einer gut funktionierenden Gemeinschaft sammelt, kann auf diese natürlich auch im Berufsleben bei der Arbeit in und mit einem Team ganz hervorragend bauen.

Neben einem kurzen Bericht über den Ablauf ihres Studiums in Berlin, bei dem sich die bereits absolvierte Schneiderlehre als durchaus nützlich erwies, ganz nach dem Motto: „es ist von Vorteil, wenn man schneller und besser nähen kann als die anderen“, erzählte Frau Lehleiter den Mädchen, was bei einem Vorstellungsgespräch bei einem Mode-Label erwartet wird, und auch, dass der Arbeitsalltag einer Modedesignerin bei „Puma“ neben dem Entwerfen einer Kollektion auch mit viel Büroarbeit und zahlreichen Auslandsreisen zu Produktionsstätten und globalen Meetings verbunden ist, wobei diverse Fashion-Events die krönenden Highlights darstellen.

Wie wir hörten, dauert es etwa 18 Monate, bis eine Kollektion von der Idee eines kreativen Designers bis zur vollständigen Ausführung in einem Modegeschäft zu kaufen ist.                                             

Man mag es vielleicht nicht glauben, aber wäre „Corona“ schon ein paar Monate früher in unser Leben getreten, dann hätten die Mädchen bei dem Vortrag nicht mit gewöhnlichen hellblauen Alltagsmasken über der Nase im Konventsaal sitzen müssen, sondern hätten sich mit stylishen Kollektionsmasken einer Modemarke ausstatten können, da einige Modedesigner in „Mund- und Nasen-Schutzmasken“, die in Stoff und Farbe, sozusagen als „angesagtes Accessoire“ zur Kleidung passen, bereits ein lohnendes Betätigungsfeld für sich entdeckt haben.

Am Ende ihres interessanten und unterhaltsamen Vortrags legte Frau Lehleiter den Mädchen noch ans Herz, dass in der Modebranche junge Leute mit kreativen Ideen gebraucht werden. Dass diese sozusagen bereit ist für eine „Fashion-Revolution“, die mit den Missständen der schlechten Bezahlung in Billiglohnländern aufräumt, die auf nachhaltige Konzepte baut, wie z.B. reduzierter Wasserverbrauch und kurze Handelswege, sowie auch das Verwenden von Bio-Baumwolle oder das Wiederverwerten von Meeresplastik.

Dass nachhaltige Mode, ganz nach dem Motto „mehr Qualität als Quantität“, für Frau Lehleiter eine Herzensangelegenheit ist, war während des Vortrags deutlich zu spüren.

 

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg