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12.11.2019

Ein Licht als Symbol

Kloster Wald feiert St. Martin

Der heilige Martin besitzt für die Christen eine hohe Symbolkraft. Wie er sollen die Christen leben, wie er ihren Mantel mit dem Bettler teilen, wie ihm soll ihnen dadurch die göttliche Gnade zuteilwerden.

In Erinnerung an die Leuchtkraft dieses Menschen, der Licht in die Dunkelheit brachte, basteln die Schülerinnen im Kloster Wald Laternen für den Martinsumzug. An das Licht als Symbol erinnerte Ulrich Schneider während der Einführung zum Gottesdienst: Katholiken preisen die Güte und Barmherzigkeit des Heiligen, Protestanten erinnern am Martinstag an die Taufe Martin Luthers. Vor fast genau 30 Jahren protestierten die Bürgerinnen und Bürger der DDR während der Montagsdemonstrationen friedlich und mit einer Kerze „bewaffnet“ für einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Das kleine Lichtlein wurde damit zum Zeichen der Hoffnung, des Friedens, des Optimismus.

Der Gottesdienst zum St.-Martins-Fest stand dieses Jahr gleichwohl unter keinem leuchtenden Stern. Pfarrer Winfrid Keller ist noch nicht genesen. Richard Fischer, der den Chor der Waldlerchen leitet, konnte krankheitsbedingt nicht vor Ort sein. So musste für den Gottesdienst doch so einiges spontan entschieden oder improvisiert werden.

Als Zuschauer hat man es kaum gemerkt. Die Theater-AG der Unterstufen unter Leitung von Sabine Kaenders inszenierte die Geschichte des heiligen Martin mit Bravour. Martin Herr dirigierte und begleitete die Waldlerchen und spielte die Orgel, während Ulrich Schneider durch den Gottesdienst führte. Den größten Anteil am Gelingen der Feier aber hatten die Schülerinnen mit ihren Familien. Es ist schon beeindruckend, wenn eine ganze Kirche voll besetzt ist, nur durch das Licht der selbst gebastelten Laternen erhellt wird und alle gemeinsam beliebte Klassiker wie Sankt Martin, Sankt Martin oder Ich geh mit meiner Laterne singen.

Im Anschluss an den Gottesdienst folgte der Umzug um den Weiher und das St.-Martins-Feuer vor der Pforte. Der Walder Feuerwehr gebührt Dank für die Sicherung des Umzugs sowie den Hausmeistern der Schule für die Vorbereitung und Bändigung des Feuers – damit das Licht nicht zu mächtig wurde. Für Hungrige und Durstige sorgten die Schülerinnen der Oberstufe mit Waffeln und Punsch.

In der Hoffnung, dass St. Martin für alle eine schöne Vorweihnachtszeit hat einleiten können,

Christian Mehrmann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg