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24.10.2019

Innerer Kompass wichtig in einer sich wandelnden Zeit

Vortrag der Urwälderin Marie von Mallinckrodt

Zu einer sehr sinnvollen Einrichtung an der Heimschule Kloster Wald ist es geworden, immer wieder ehemalige Schülerinnen einzuladen, die dann über ihre Schulzeit in Wald, ihren Werdegang und ihren Beruf berichten. So konnten die Schülerinnen am Freitag, den 18. Oktober 2019 mit Marie von Mallinckrodt (Abiturjahrgang 1997) einer jungen Frau begegnen, die als Journalistin beim ARD-Hauptstadtstudio, einem der führenden Nachrichtensender der Bundesrepublik, die politische Meinungsbildung mitgestaltet.

An den Anfang ihres Vortrages stellte Marie von Mallinckrodt das, was sie mit Wald auch verbindet und wovon sie hofft, dass es die Schülerinnen mit auf ihren Lebensweg nehmen.

Sie nannte es die drei W:

(1)   Werte: dazu gehören die Menschenrechte, vor allem der Grundwert der Freiheit. In diesem Zusammenhang verwies die Referentin auf die bedeutende Philosophin Hannah Arendt, in deren Denken dieser Wert die herausragende Rolle spielt. Über Hannah Arendt hat sie ihre Dissertation angefertigt.

(2)   Wachsamkeit: dies bedeutet, ein kritisches Bewusstsein zu entwickeln, nachzufragen und nicht einfach alles hinzunehmen.

(3)   Wandel: die Welt, in der wir leben, ist gegenwärtig in einem gewaltigen Umbruch. Dies   erfordert von jedem, sich darauf einzustellen, die Herausforderungen aufzugreifen, sich weiterzubilden. Dabei ist es wichtig, sich von einem „inneren Kompass“ leiten zu lassen. Diesen entwickelte sie selbst in ihrer Walder Schul- und Internatszeit.

Ihren Vortrag hielt Marie von Mallinckrodt bewusst kurz, um den Schülerinnen Raum für ihre Frage zu geben. Und diese Fragen stellten die Schülerinnen zuhauf. Sie bezogen sich z.B. darauf, wie es früher in Wald war, wie sie als Schülerin war, wie sie die Politik für sich entdeckt hat.

Viele Fragen stellten sich natürlich auch zu ihrer jetzigen Tätigkeit als Journalistin: wie Beiträge für die Tagesschau oder die Tagesthemen entstehen, für welche Politikfelder sie zuständig ist, wie man mit Fake News umgeht, wie es ist, vor einer Kamera zu stehen.

Beeindruckend an diesem Abend war die geradezu ansteckende Begeisterung und Leidenschaft, mit der Marie von Mallinckrodt von ihrer Arbeit berichtete. Sich in der Welt zu verorten, einen Standpunkt einzunehmen und für ihn zu kämpfen, sich nicht unterkriegen zu lassen, Interessen zu mobilisieren, neugierig zu bleiben, das ist es, was ihres Erachtens heute wichtig ist und was junge Menschen lernen müssen. Für die Schülerinnen war der Auftritt der Urwälderin sehr motivierend.

Peter Längle

Weitere Infos:

https://www.ard-hauptstadtstudio.de/korrespondenten/das_erste/marievonmallinckrodt100.html

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