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16.09.2019

Geschichte(n) schreiben

Eröffnungsgottesdienst 2019/2020

Die Aktivistin Laurie Penny schrieb einmal, Geschichten seien das Wichtigste überhaupt. Durch sie erst ergibt unser Leben einen Sinn, bekommt es eine Richtung. Darüber, wie wir über Ereignisse berichten, geben wir ihnen – und uns selbst – Bedeutung.

Auch das neue Schuljahr im Kloster Wald beginnt mit Geschichten. Einerseits mit Geschichten über die zurückliegenden Sommerferien, von Erlebnissen und Erkenntnissen. Andererseits beginnt mit dem neuen Schuljahr auch eine neue Geschichte, eine unbeschriebene Seite in dem Buch, das unser Leben ist.

„Schreib‘ deine eigene Geschichte“ – so lautete dann auch das Motto des Eröffnungsgottesdienstes für das Schuljahr 2019/2020 im Kloster Wald. Es ist das Neue, das nun vor uns allen liegt: eine neue Schule für manche, eine neue Klassenstufe für andere, „der Ernst des Lebens“ für die Abiturientinnen und eine Zeit des praktischen Lernens und Schaffens für die Gesellinnen. Aber auch Neues für all diejenigen, die unsere Schülerinnen beim Lernen unterstützen. Die noch leere Seite dieser Geschichte – es ist an jeder und jedem, diese zu füllen.

Manchmal braucht es Geschichten von anderen, um unsere eigene Geschichte zu inspirieren. Greta Thunberg kann für viele Menschen eine inspirierende Geschichte erzählen, das verdeutlichte Ulrich Schneider, der zusammen mit dem Zwölferkurs Religion den Gottesdienst gestaltet hatte. Durch ihren Aktivismus werden Menschen angeleitet, anders über ihre eigene Rolle in dieser Welt nachzudenken – und zu handeln. Ihre Energie kann für uns alle ein Vorbild sein.

Auch die Lesung aus dem Alten Testament, die Berufung des Propheten Jeremia, bezeugt eine Geschichte der Wandlung. Jeremia, der sich noch zu jung fühlte, um die Botschaft des Herrn zu verkünden, wird durch diesen vom Gegenteil überzeugt. Gott vermochte es so, bei Jeremia ein neues Kapitel zu öffnen. Mit der Akzeptanz der neuen Rolle beginnt auch für den Propheten eine neue Lebensgeschichte.

Neue Lehrerinnen und Lehrer haben ihren Weg nach Wald gefunden, sie wurden von der SMV sehr herzlich willkommen geheißen: Marina Igel (Mathematik, Erdkunde), Ines Schönegg (Mathematik, Chemie, Physik, Astronomie), Aline Widmann (Deutsch, Geschichte), Philipp Dürr (Deutsch, Geschichte, GK, WBS), Richard Fischer (Musik) und Julian Pfau (Latein, Geschichte). Ebenso neu dabei ist Sabine Kaenders, die sich den Theatergruppen der Unterstufe sowie der Mittelstufe annehmen wird.

Leider gab es auch Trauriges zu berichten. Pfarrer Dr. Winfrid Keller informierte die Schulgemeinschaft, dass während der Sommerferien Don Antonio, der Leiter des Minozzi-Hauses in Rom verstorben ist. Er war den Schülerinnen während den Romreisen der vergangenen Jahrzehnte stets ein herzlicher Gastgeber.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Bläserinnen des Schulorchesters unter Leitung von Martin Herr.

Alles Gute für ein Schuljahr voller Erlebnissen, Geschichten und Erfolgen wünschen

Christian Mehrmann (Text) und Joachim Ott (Fotos) 

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg