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18.07.2019

Die rote Zora

Theater-AG der Unterstufen und Waldlerchen präsentieren ein Stück von Kurt Held

Nicht einmal der größte Thunfisch, der je gefangen wurde, konnte Bürgermeister überzeugen. Nein, die Bande sollte ins Gefängnis kommen, schließlich sind diese Spitzbuben – und die gehören eingesperrt.

Am Samstag, den 6. Juli präsentierten die Theater-AG der Unterstufe und der Schulchor der Unterstufe, die Waldlerchen, die Bühnenfassung des Romans Die rote Zora und ihre Bande von Kurt Held. Und es war ein voller Erfolg, wenn man sich die Umstände der Produktion vergegenwärtigt.

Die Rote Zora ist die Geschichte von Waisenkindern aus dem kroatischen Küstenstädtchen Senj. Branko, der zwölfjährige Sohn eines fahrenden Geigers und einer Tabakarbeiterin, verliert seine Mutter und hat kein Zuhause mehr. Er wird des Diebstahls verdächtigt und eingesperrt. Doch die dreizehnjährige Zora, ein Mädchen mit roten Haaren, befreit ihn.

Branko wird in die Bande der Uskoken aufgenommen, die sich unter der Führung Zoras zusammengeschlossen haben. Hauptrivale der einen Kinderbande ist eine andere: die der Gymnasiasten, die von den etwas einfacher gestrickten Uskoken immerfort „Gymnasier“ genannt wird. Die Bürger der Stadt behandeln die mittellosen Kinder wie Ausgestoßene; diese reagieren mit Diebstählen und Sachbeschädigung.

Um zu überleben, werden die Kinder zwar kriminell, doch innerhalb ihrer Gemeinschaft halten sie sich an feste Regeln. Ihr oberstes Gebot heißt Solidarität, ihr Motto folgt dem der drei Musketiere. Solidarität gilt anfangs zwar noch nicht für Branko, der von einem Bandenmitglied vehement abgelehnt wird. Er schafft es jedoch, sich einen festen Platz in der Gruppe zu erkämpfen.

Die Rote Zora war die erste Produktion unter Regie von André Kiefer, der im Winter für die erkrankte Sibylle Becker einsprang. Musikalische Begleitung bekamen die Schauspielerinnen von den Waldlerchen unter der Leitung von Susanne Pantel. Zusammen haben die Mädchen der fünften bis siebten Klasse die große Leistung erbracht und ein knapp anderthalbstündiges Stück auf die Bühne gebracht. Dass man sich am Mittelmeer befand, zeigte das mit Hilfe der BK-Lehrer Wolfgang Otten und Yvonne Mennel gestaltete Bühnenbild.

Am Ende des Stückes gelingt es Zlata, der Tochter des Bürgermeisters, ihren Vater zu besänftigen. Statt im Gefängnis zu landen, werden die Kinder in die Gesellschaft der Stadt integriert und von verschiedenen Bewohnern als Lehrlinge aufgenommen.

So kann Schlechtes bisweilen im Guten enden.

Christian Mehrmann

(Zusammenfassung des Stückes nach Wikipedia)

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