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26.03.2019

Zukunft sein

Die Misereor Fastenaktion zu Gast in Wald

Mach was draus: Sei Zukunft! – So lautet der Leitspruch der Misereor Fastenaktion 2019. Zu diesem Anlass durften wir wie jedes Jahr einen Vertreter aus dem Partnerland in unserer Schule begrüßen.

Herr Julio Eduardo Meléndez Núñez kommt aus El Salvador und wurde 1963 in der Hauptstadt Sal Salvador geboren. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Julio Meléndez zeigte den Schülerinnen zunächst einen Film, der die Situation in dem zentralamerikanischen Land erläutert. El Salvador ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt, was durch die hohe Bandenkriminalität erklärt wird. Auch leben vier von fünf Menschen dort in Armut. Um dieser zu entkommen, gibt es kaum Möglichkeiten.

Besonders betroffen von den Banden und ihren Tätigkeiten sind Jugendliche, welche häufig gar keine oder zumindest keine ausreichende Bildung erhalten. Die wenigen Zukunftsaussichten bestehen aus Kriminalität oder einer Auswanderung in die USA, was sich beides negativ auf die Zukunft des Landes auswirkt.

Weil 57% der gesamten Bevölkerung aus Jugendlichen besteht, setzen sich viele Hilfsorganisationen für eine bessere Zukunft der Heranwachsenden ein. So auch Fundasal. Julio Meléndez äußerte sich dazu mit den Worten: „In El Salvador sind die Jugendlichen nicht nur durch Armut, mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten und Gewalt verunsichert. Es fehlt eine staatliche Politik, die unserer Bevölkerung Hoffnung auf eine bessere Zukunft und ein menschenwürdigeres Leben geben könnte. Die Initiativen von Fundasal verändern ihr Lebensumfeld.“

In einer aufwändigen Präsentation mit vielen Bildern und Beispielen wurde uns Mädchen von der Arbeit der Organisation und den Auswirkungen auf die Gesellschaft berichtet. Das Programm von Fundasal legt den Fokus vor allem auf Arme und Jugendliche, um ihnen eine gesicherte Zukunft fernab von Kriminalität bieten zu können, zum Beispiel, indem den Kindern die Risiken des Drogenkonsums deutlich gemacht werden. Außerdem legt die Organisation Wert auf die Geschlechtergleichstellung von Mann und Frau. Auch die Folgen des Klimawandels und ein nachhaltiger Lebensstil sind Themen von Fundasal.

Durch das Misereor-Thema 2019 wird Fundasal überwiegend in dem Punkt der Jugendunterstützung gefördert. Doch wie arbeitet die Organisation mit Jugendlichen zusammen? Zunächst geht Fundasal auf Gemeinden in ihrer Umgebung zu, denn sie sind davon überzeugt, dass Veränderungen lokal am effektivsten sind. Dort wollen sie Familien ein sicheres Haus bieten. Sie bringen den Freiwilligen bei, meist Familienmitgliedern und Jugendlichen,  wie man Lehmziegel baut. Dadurch ist das neu erbaute Haus gegen alle Wettersituationen und Naturgewalten besser geschützt als die meisten Hütten aus Bambus und Plastikdächern, welche schnell von Wind zerstört werden. Die Mitglieder erfahren Gemeinschaft und Durchhaltevermögen, was in ihrer instabilen Umgebung ein großer Anker ist, außerdem können die Jugendlichen eine Zukunft als Hausbauer antreten.

Doch nicht nur das wird geboten. Jugendzentren, in denen die Kinder in Kunst, Kultur und Sport gefördert werden, sind eine Alternative zum Bandenleben. Dort werden Projekte mit und für Jugendliche gestaltet. In dieser Gemeinschaft werden die Jugendlichen gestärkt, arbeiten an ihrem Selbstvertrauen und lernen, an ihre Träume zu glauben. Beispiele, was den Jugendlichen ans Herz gelegt bzw. gezeigt wird, wäre das Recycling oder das Einpflanzen von Setzlingen.

Mein Fazit zur Misereor Fastenaktion 2019 bzw. zur Arbeit des Fundasal ist, dass es ein besonders interessantes und effektives Projekt ist. Meiner Meinung nach erreicht es uns Schülerinnen, weil es mit Jugendlichen, vor allem in unserem Alter, zu tun hat. Ich selbst bin sehr überzeugt von Fundasal und ihren Tätigkeiten in El Salvador, denn es steht fest, dass die Jugendlichen die Zukunft eines Landes bilden und man gerade sie vor Kriminalität und Problemen schützen sollte. Die Jugend wird durch die Organisation geschützt und gefestigt, so wie man es sich für alle Kinder wünscht.

Klara Bechinger, 11b

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg