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22.11.2018

In vollem Flug

Fraport-Topmanagerin Aletta von Massenbach bei uns in Wald

In die faszinierende Welt einer international tätigen Topmanagerin hat uns Aletta von Massenbach in ihrem mitreißenden Vortrag am 16. November mitgenommen.

Nach dem Abitur in Wald hat sie Jura studiert mit der Absicht, eine gute und grundlegende Ausbildung zu erlangen, die ihr ein breites Berufsfeld eröffnen kann. Sie wusste: „das mache ich schnell, damit ich bald dahin komme, wo ich hin will". So setzte sie alle Hebel in Bewegung, um noch während ihres Referendariats die ersten beruflichen Erfahrungen im Ausland sammeln zu können. Ihr Ziel war Santiago de Chile, und - obwohl alle aus ihrem Umfeld das für unmöglich hielten -, sie ging als junge Juristin nach Chile. Zuerst arbeitete sie bei einem Unternehmen aus dem Bergbau- und Transportsektor und dann schon für Fraport im Team der Flughafenprivatisierung des Flughafens von Santiago de Chile: „das war leider nicht erfolgreich, aber das gehört dazu".

Es folgten verschiedenste Flughafenprojekte in Peru, auf den Philippinen, in Portugal und Puerto Rico und längere Stationen im Ausland. Aletta von Massenbach beschrieb die faszinierende Welt hinter den Landebahnen und den glänzenden Duty-free-Shops, in der es um Transporte, Auslastung, Fluggäste, Gepäck Fluggesellschaften, Länderrechte und vieles mehr geht. Drei Jahre lang leitete sie zwei Flughäfen an der Schwarzmeerküste in Bulgarien und knapp ein Jahr lang war sie Chefin für die Fraport AG am Flughafen in Antalya, in einer extrem angespannten politischen Situation zwischen Putschversuch und Terroranschlägen. In dieser Zeit wurde für Frau von Massenbach besonders spürbar, um was es in einer so verantwortlichen Position auch und vor allem geht: um die Menschen, die da arbeiten und um deren Familien, für die sie als Führungskraft die Verantwortung trägt. In einem politisch unsicheren System ist das oft eine sehr große Herausforderung.

Herausfordernd ist die Arbeit in der Wirtschaft und auf der Ebene des Topmanagements aber ganz generell – egal, ob für Mann oder Frau. Geprägt durch die vier Dynamiken, die gerne in dem Trendbegriff „VUCA" zusammengefast werden, führt die zunehmende „Unberechenbarkeit, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz" in unserer gesamten Welt zu immer größeren Herausforderungen, denen sich die Unternehmen heute stellen müssen. „Flughäfen plant man in Zeiträumen von 20 Jahren, daneben steht schon die Entwicklung der Drohnen für den Individualverkehr im Luftraum – noch keiner weiß, wie das geht". Deshalb ist es besonders wichtig, eine eigene Orientierung und eine Verortung zu haben. Dafür zählen für Aletta von Massenbach die Wurzeln und Werte, die in der Familie und hier in Wald gelehrt und gelebt wurden, eine hervorragende und breite Ausbildung, die Beziehungen in der Familie und generell zu anderen Menschen. Denn letztendlich stehen hinter jeder Arbeit und hinter jeder Entwicklung Menschen und nur mit ihnen gemeinsam kann man als Managerin etwas erreichen.

Dorothea Mangold

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg