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17.11.2018

Ein Licht in dunkler Nacht

Kloster Wald feiert den Martinstag

Es war nicht zu glauben. Zwei Wanderer, auf der Suche nach einem Nachtquartier, wurden von einer Bande Rechtloser vor den Toren Amiens ausgeraubt. Nicht nur all ihr Geld nahmen die Diebe, sondern auch die Kleider. Sollten sie denn in der kalten Nacht erfrieren?

Diese Szene leitete am Abend des 12. November das Martinsspiel der Heimschule Kloster Wald ein. Viele Schülerinnen, Eltern, Geschwister und Bekannte waren zum Gottesdienst und dem anschließenden Laternenlauf um den Weiher eingeladen. Hier konnten nun endlich die farbenfrohen Laternen zum Einsatz kommen, die in vielen Stunden Werkunterricht vorher entstanden waren. Denn es gab etwas zu feiern.

Der römische Soldat Martin sah die Wanderer in ihrer Verzweiflung. Kaum bekleidet waren sie, durstig und mittellos. Wer sollte ihnen helfen? Martin tat es. Er teilte seinen roten Mantel, gab eine Hälfte den Wanderern und behielt die andere. Im Traum erschien ihm darauf Jesu, bekleidet mit jenem halben Mantel, den er weggegeben hatte.

Deswegen wird Martin gefeiert: für diese schlichte Tat der Nächstenliebe, als Barmherziger, der in der Not den armen Männern Aufmerksamkeit schenkte und seinen Mantel. „Wie ein Licht in dunkler Nacht" weist die Feier des heiligen Martin auf Weihnachten hin, die Geburt Jesu. Und wie ein Licht in dunkler Nacht geben die Laternen beim Umzug Orientierung und Schutz, helfen zu erkennen und den rechten Weg zu finden.

Eine bemerkenswerte Vorstellung des Martinsspiels lieferten die Mädchen der Theater-AG von Sybille Becker ab. Sie wurden begleitet und unterstützt von den Waldlerchen unter der Leitung von Susanne Pantel. Die Bläser des Musikvereins Wald untermalten den Lauf um den Weiher. Dank der Unterstützung der Feuerwehr Wald brauchte sich niemand Sorgen um die Sicherheit machen. Abgerundet wurde der Abend mit einem wärmenden Feuer vor der Pforte. Keiner musste frieren. Und es gab Waffeln und Punsch.

Christian Mehrmann

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