Außenansicht mit See – Kloster Wald – Gymnasium – Intenat – Lehrwerkstätten
Menü
19.07.2022

Theaterstück „Prinzessin Turandot“

 … ein Ausflug ins Reich der Mitte mit Happy End.

Ende Mai inszenierte Theaterpädagogin Corina Rues-Benz mit der Theater-AG der Mittelstufe „Atlantis“ von Tobias Öller, am vergangenen Samstag folgte „Prinzessin Turandot“ von Michael Assies, präsentiert von der Theater-AG der Unterstufe und dem Walder Unterstufenchor „Waldlerchen“ mit Severin Dietrich (Percussion) sowie Martin Herr am Klavier und unter Begleitung der Schul-Bläsercombo.

Prinzessin Turandot macht es ihrem Vater Altum, dem Kaiser von China, wahrlich nicht leicht: Sie denkt gar nicht daran, heiraten zu wollen und pflegt ein überaus grausames Hobby: Prinzen, die sie ehelichen wollen, müssen drei Rätsel lösen. Schaffen sie das nicht, haben sie den Weg aufs Schafott anzutreten. Schon so mancher Bewerber genügte ihren höchsten Ansprüchen nicht und wurde daraufhin kopflos.

Als Prinz Kalaf, der vom chinesischen Kaiser sein Land zurückfordert, welches dessen Treppen besetzt halten, ein Bild von der eigenwilligen Tochter Altums erspäht, ist er sofort entflammt und will um ihre Hand anhalten. Trotz der Warnung seines alten Lehrers Barak will er dieses Wagnis eingehen.

Und Kalaf gelingt es tatsächlich, die schwierigen Rätsel wider Erwarten zu lösen. Das Herz der widerspenstigen Dame hat er damit aber (noch) nicht gewonnen. Kalaf dreht in der Folge eigenmächtig den Rätsel-Spieß um, stellt der Prinzessin eine Frage und ebnet so erst den Weg zum versöhnlichen Happy End. Am Schluss ist nur einer traurig: der nun arbeitslose Henker.

Der Turandot-Stoff reicht in der Geschichte weit zurück. In „Die sieben Schönheiten“ des persischen Dichters Nezami aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert taucht die eigenwillige Dame erstmals als russische Prinzessin auf. Vor einigen Tagen feierte sie in Wald ein witziges, kurzweiliges und mit aufwändigen Kostümen sowie Requisiten gestaltetes „Comeback“ – unter großem Beifall und Lob des Publikums sowie des Schulleiters Hartwig Hils.

Die Schülerinnen der Unterstufe wuchsen in dieser farbenfrohen Inszenierung über sich hinaus und verzückten die Anwesenden mit ihrer gelungenen Darstellung. Dank gebührt der Regisseurin Corina Rues-Benz, Reinhold Orend und Alexander Schlegel für Licht und Ton sowie in besonderem Maße den zwanzig Jungschauspielerinnen unter Begleitung ihrer singenden und spielenden Mitschülerinnen.

André Kiefer (Text und Fotos)

zurück
Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg