Außenansicht mit See – Kloster Wald – Gymnasium – Intenat – Lehrwerkstätten
Menü
23.05.2022

Theaterstück "Atlantis"

…eine echt antike Komödie

Nach mehr als zwei Jahren coronabedingter Pause (das letzte Stück mit Zuschauern war das Weihnachtsspiel 2019) war es endlich wieder möglich, an der Heimschule Kloster Wald eine Theateraufführung zu zeigen. Die Theater-AG der Mittelstufe zeigte „Atlantis“ von Tobias Öller.

Es geht bei „Atlantis“ um eine ganz alltägliche Frage: Wie wird morgen eigentlich das Wetter? Und es geht um Wünsche, Träume oder die Frage, was denn nun ein gutes Leben sein soll.

Appolonia ist eine Träumerin. Sie wünscht sich ein Haus am Meer, Bäder in Ziegenmilch und Fußmassagen. Sie ist die Frau eines gottesfürchtigen Bergbauern Menokles, der sein ganzes Leben schon die schroffen Berghänge um die Stadt Atlantis beackert und dort nicht weg will. Er ist mit seinem einfachen Leben nämlich recht zufrieden. So sieht es für Appolonias Träume im Moment eher schlecht aus und ein handfester Ehekrach bahnt sich an.

Als das Orakel jedoch ein Unwetter voraussagt, wittert Apollonia das Geschäft ihres Lebens. Sie möchte mit der Wette auf ein Unwetter so viel Geld machen, dass sie sich ihr Leben in Saus und Braus endlich leisten kann. Doch sie ist nicht allein. Auch der Getreidehändler Adaimantos und der Wächter des Orakels schließen Wetten auf den Ernteertrag ab. Als sich der Sommer gen Ende neigt und von einem Unwetter weit und breit nichts zu vernehmen ist, werden alle ungeduldig – bis sich Adaimantos mit den Göttern anlegt und die Stadt Atlantis schließlich durch das Unwetter gänzlich versenkt wird.

So erfüllt sich Appolonias Traum von einem Haus am Meer am Ende schließlich doch irgendwie. Denn nach dem Sturm bilden die Hänge um Atlantis die neue Küstenlinie, und sie mussten noch nicht einmal umziehen.

Mit viel Wortwitz und Situationskomik überleben die beiden Bergbauern den Weltuntergang. Die Absurditäten der Weltwirtschaft spielen sich vor ihren Augen ab. Es wird gefeilscht mit Korn, Äpfeln und teurem Wein, Ochsen und Goldstücke sind die Währung der Antike.        

Diese Inszenierung von Corina Rues-Benz fand bei den anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern regen Anklang. Das Stück war witzig und kurzweilig, aufwändig gestaltet und einfach ein echter Hingucker.

Den Schülerinnen der Mittelstufe ist es gelungen, das Absurde und Komische der Geschichte ansprechend auf die Bühne zu bringen. Dafür gab es großen Beifall und Lob von Schulleiter Hartwig Hils. So wird sicherlich auch das nächste Theaterstück im Juli erneut ein voller Erfolg.

Dank geht an die Regisseurin, Alexander Schlegel für Licht und Ton sowie – ganz besonders – an die sechs Schauspielerinnen.

Christian Schneider

   

zurück
Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg