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29.03.2021

Chemie in der Pandemie

Schülerinnen experimentieren daheim

Unterricht aus der Ferne ist nicht unbedingt schlechter Unterricht. Im Gegenteil: Manchmal regt das Lernen ohne Schule die Kreativität auf neue und spannende Weise an.

Ein Beispiel dafür ist der Chemieunterricht von Dirk Stahl. Um das Züchten von Kristallen kennen zu lernen, musste die Klasse 9a einen Langzeitversucht über 14 Tage zu Hause durchführen.

„Es wurde eine gesättigte Lösung von Kochsalz hergestellt und mit Farbe, z.B. Tinte, angefärbt. Ein Faden diente als Befestigungsstelle, an dem die Kristallisation zu beobachten war“, erklärt der Lehrer. Die Ergebnisse wurden anschließend fotografiert und über die Lernplattform Moodle allen Schülerinnen der Klasse zur Verfügung gestellt.

In einem zweiten Projekt übten sich die Mädchen der 9a im Modellbau. Dafür musste der Aufbau unseres täglich benutzten Kochsalzes analysiert werden. Kreativität war anschließend gefragt, als es um die Visualisierung dieses Aufbaus ging. Die Materialauswahl war freigestellt, einzige Bedingung: Das Kristallgitter von Natriumchlorid sollte die Anordnung von Anionen und Kationen verdeutlichen.

Dirk Stahl zeigte sich begeistert von den Ergebnissen. „Die Auswahl der Materialien übertraf alle Erwartungen. Angefangen von Salzteig, Cocktailtomaten und kleinen Mozzarellakugeln, über Styropor, Ton und Knete, nutzten die Schülerinnen sogar Trauben und Rosinen für ihre Modelle.“

„Die Ergebnisse waren überwältigend“, lautet das Fazit des Chemielehrers. „Chemie kann also auch zu Hause spannend sein, trotz Lockdown.“

Die Bilder zeigen eine Auswahl der Ergebnisse beider Projekte.

Christian Mehrmann

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