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13.12.2014

Martin Hahn MdL besucht die Schule

Landtagsabgeordneter Martin Hahn schenkt der Heimschule Kloster Wald eine Schulstunde

Am Samstag, den 13. Dezember 2014, besuchte Martin Hahn, der Landtagsabgeordnete der Grünen im Bodenseekreis, im Rahmen der Initiative „Tag der freien Schulen“ die Heimschule Kloster Wald.

Nach einer Hausführung mit der Direktorin Anita Haas traf sich Martin Hahn mit den Schülerinnen der 12. Klassen zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Ökologische Landwirtschaft und deren Zukunft“.

Martin Hahn begann seinen Vortrag mit Hinweisen auf seine Biographie. Er ist seit 30 Jahren ökologischer Landwirt mit einem Hof in Überlingen und agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag. Er stellte vier Schwerpunkte der Landwirtschaft in den Vordergrund:

- Der erste sind die Lebensmittel. Es ist wichtig zu wissen, wo unsere Nahrung herkommt. Doch, wie auch bei Kleidung, ist es heute, in Zeiten der Globalisierung, schwer nachzuverfolgen, wo unser Essen produziert und weiterverarbeitet wird.

- Der zweite Bereich ist das Thema Wasser: Wir müssen lernen, Wasser, wie es bei uns aus den Leitungen fließt, zu schätzen. Es ist ein hohes Gut, welches es in anderen Ländern wenig und wenn überhaupt nur stark verschmutzt vorkommt.

- Die dritte Säule ist der Erhalt der Landschaft bzw. Kulturlandschaft. Mit allem, was wir essen, verändern wir die Landschaft. Es muss deutlich werden, dass konventionelle und ökologische Betriebe die Landschaft verschieden nutzen, und wir als Verbraucher müssen uns klar werden, welche Form von Landwirtschaft wir unterstützen wollen.  

- Der vierte Punkt ist die Verstädterung des ländlichen Raums.

Aufgrund dieser kurzen Einleitung in das Thema Landwirtschaft und der Vorbereitung der Thematik im Unterricht fiel es uns leicht, in der Diskussions- und Fragerunde mitzuwirken und auch viele Fragen zu stellen. Diese waren ganz unterschiedlich und reichten von der Sorge um die Gesetzeslage gegen Massentierhaltung oder Biogasanlagen, über „schwarze Schafe“ im ökologischen Landbau, bis hin zur staatlichen Förderungen von ökologischen Betrieben und ob diese regionsbedingt sei. Martin  Hahn beantwortete diese und viele andere Fragen ausführlich, sehr verständlich und humorvoll.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Wunsch nach biologischen Produkten zunimmt und die ökologische Landwirtschaft dadurch gefördert wird.
Die Politik muss die Gesetze nun anpassen und diese Betriebe, da der Anbau und die Züchtung kostspieliger sind und mehr Bodenfläche benötigen, so fördern, dass diese dem Wunsch nach Bioprodukten nachkommen können.

Nach über einer Stunde angeregtem Gedankenaustausch dankte Frau Haas dem Landtagsabgeordneten Hahn herzlich dafür, dass er uns „seine Zeit geschenkt hat“, und überreichte ihm zur Erinnerung die Festschrift „8oo Jahre Kloster Wald“.

Leonie Leuders, Barbara Müller

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg