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28.06.2014

Theater in Wald

Zu einer beeindruckenden Aufführung lud die Theater-AG der Mittelstufe in die Turnhalle ein. Aus Anlass von Shakespeares 450. Geburtstag hatte Regisseurin Lucia Käding seine Komödie „Die zwölfte Nacht oder Was ihr wollt“ ausgewählt. Ein ganzes Schuljahr lang war intensiv geprobt und gelernt worden. Lobend erklärte die Theaterpädagogin, die Mädchen hätten sich mit großer Motivation und Ausdauer auf dieses anspruchsvolle Projekt eingelassen. Von entsprechend hohem Niveau war die sehenswerte Vorstellung.

Donnergrollen und prasselnder Regen vermitteln den Eindruck eines Unwetters. Aus schwerer Seenot wird Viola zu Beginn des Stückes gerettet. Ihren Zwillingsbruder Sebastian glaubt sie bei einem Schiffsunglück untergegangen. Viola tritt, als Mann verkleidet, unter dem Namen Cesario in die Dienste des Herzogs Orsino. Dieser hat sich in die schöne Gräfin Olivia verliebt und beauftragt seinen neuen Diener Cesario, Liebesbotschaften an Olivia zu übermitteln. Diese verliebt sich jedoch in den vermeintlichen jungen Mann Cesario, während Cesario bzw. Viola sich ihrerseits zu dem Herzog Orsino hingezogen fühlt.

Auch der zechende Sir Andrew will Olivia heiraten. Sein Saufkumpan Sir Toby versucht ihm bei der Verwirklichung dieses Wunsches zu helfen. Dabei kommt ihnen der Verwalter Malvolio in die Quere. Mit Hilfe des Dienstmädchens Maria, das die Schrift Olivias täuschend nachmachen kann, lassen die beiden Zecher dem verhassten Widersacher Malvolio einen fingierten Liebesbrief Olivias zukommen. In diesem Brief wird Malvolio aufgefordert, gelbe Strümpfe mit Strapsen zu tragen und ständig zu lächeln. Malvolio durchschaut nicht, dass er sich damit zum Narren macht und die geliebte Frau keineswegs beeindrucken kann. Wegen solcher Verrücktheiten sperren Sir Toby und Sir Andrew ihn in einen dunklen Raum. Er muss außerdem den Auftritt des Hofnarren über sich ergehen lassen, der einen Geistlichen spielt.

Das glückliche Ende zeichnet sich ab, als Sebastian, der den Schiffbruch ebenso wie seine Schwester überlebt hat, auftaucht und von Olivia für Cesario gehalten wird. Die Geschwister erkennen einander und die Verwechslungen werden aufgedeckt. Zuletzt finden sich Olivia und Sebastian als Paar, ebenso Viola und Orsino sowie Sir Toby und Maria.

Dass sich die jungen Schauspielerinnen mit Ernsthaftigkeit und Begeisterung das Stück erarbeitet hatten, war offensichtlich. Alle fühlten sich überzeugend in ihre Rolle ein und gaben der Souffleuse nur selten Gelegenheit, helfend einzuspringen. Manche bewiesen eine ganz erstaunliche Wandlungsfähigkeit, beispielsweise Emily Weber als Narr, der Fratzen schneidet, springt, Gitarre spielt, singt, andere nachäfft. Täuschend echt wirkten Albertine von Thüngen und Berenice von Montgelas als Trunkenbolde mit ausgestopften Bäuchen. Als Malvolio konnte Lou Hillebrand bewundert werden. Aber eigentlich sollten alle Mädchen für ihre Leistung namentlich gewürdigt werden. Und nicht zu vergessen die hübschen Kostüme und das stimmige Bühnenbild mit pfiffigen Details, in denen sich der Einfallsreichtum der Regisseurin Käding zeigte!

 

Judith Hermann

 

Ihnen war die beeindruckende Aufführung zu verdanken:

Schauspielerinnen:

Wiebke Balster (Viola / Cesario), Anna Göbes (Sebastian), Lena Neuhaus (Olivia), Katharina Kitt (Graf Orsino), Lou Hillebrand (Malvolio), Albertine von Thüngen (Sir Toby), Berenice von Montgelas (Sir Andrew), Emily Weber (großer Narr), Elizabeth Schultz (Maria), Sarah Lehmann (Fabia), Clara Göler (Antonio), Helena Harzmann-Deis (Seemann), Cecily Merkle (Valentino), Jasmine Amram (Curio), Natalie Wesle (kleiner Narr 1), Bernadette Brucker (kleiner Narr 2), Emilia Schmucker (Polizist 1), Josefa Schweinsberg (Polizist 2) und Marina Glindemann (Polizist 3).

Workteam:

Alana Raitt, Philippa Groß-Trockau, Paulina von Elverfeldt, Laura Bühler, Pauline Pezolt, Patricia Klob, Emely Frenz

Regie:

Lucia Käding

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