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31.05.2014

Abitur

Mit der Überreichung der Reifeprüfungszeugnisse ging für 45 junge Frauen ihre Schulzeit an der Heimschule Kloster Wald zu Ende. Bei einer Feierstunde in der Turnhalle durften sie die Glückwünsche der versammelten Angehörigen, Lehrkräfte, Ordensschwestern und Freunde entgegennehmen. Der Gesamtdurchschnitt lag bei 2,4. Valentina Bucher aus Walbertsweiler erhielt als Jahrgangsbeste die Traumnote 1,0. Dreizehn Abiturientinnen, also knapp ein Drittel, bekamen einen Preis für ihren besonderen Notendurchschnitt. Außerdem wurden zahlreiche Sonderpreise verliehen.

Oberstudiendirektorin Anita Haas gratulierte den ehemaligen Schülerinnen zum bestandenen Abitur, das „eine mögliche Eintrittskarte ins Leben“ bedeute. Die Schulleiterin wies sie darauf hin, dass sie in Wald „eine ausgezeichnete schulische und menschliche Ausbildung“ erhalten hätten, die sie für „verantwortungsvolle Aufgaben in Staat, Kirche, in Familie und Gesellschaft“ prädestiniere. Stolz zitierte Anita Haas aus dem Bericht, der den Prozess der Fremdevaluation im vergangenen Herbst abschloss. Die Gutachter bescheinigten darin der Schule, „die organische Verbindung zwischen Tradition und Modernität“ zu bewerkstelligen. Rektorin Haas wertete den Abschlussbericht als Bestätigung dessen, was die Heimschule Kloster Wald vermitteln möchte: eine umfassende Bildung, zu der eigenständiges Denken gehöre sowie ein gutes Gespür dafür, „was einem das Gewissen sagt“.

Die Schulleiterin schloss ihre Rede mit dem eindringlichen Rat an die scheidenden Schülerinnen, ihre Zeit sinnvoll zu nützen, für eine lebenswerte Zukunft verantwortlich mit der Zeit umzugehen.

Im Namen der Eltern gratulierte Levin Wolff-Metternich den Abiturientinnen. Er dankte der Schulgemeinschaft herzlich für ihr Engagement, wobei er das Erziehungskonzept der Heimschule Kloster Wald lobte. Bestätigt wurden seine Worte durch Melanie Kröger und Lara Braun, die stellvertretend für alle Abiturientinnen sprachen: „Egal ob neun oder zwei Jahre in Wald: Die Schule hat uns verändert, geprägt und gestärkt.“

 

Abitur-Gottesdienst

Schulseelsorger Dr. Winfrid Keller zelebrierte die Dankmesse zum Abitur. Mit seinen Glückwünschen an die Abiturientinnen verband er die Aufforderung: „Ihr habt euer Leben vor euch. Macht etwas daraus!“

Chor, Solistinnen und Orchester der Heimschule boten einige Sätze aus der Missa brevis in G-Dur von Michael Haydn dar. Pfarrer Keller dankte allen Mitwirkenden, namentlich Guido Haas, Gudrun Hafner und Martin Herr, für die musikalische Umrahmung: Sie diene „dem Lobgesang Gottes“.

Der evangelische Schulgeistliche Gerhard Müller griff in der Predigt das Abi-Motto „Woodstock“ auf. Vordergründig betrachtet, scheine das Hippietreffen von 1969 nichts mit dem Abitur 2014 an der Heimschule Kloster Wald zu tun zu haben. Doch dann zeigte Müller durchaus Gemeinsamkeiten auf: Auch wenn die Devise „Love and Peace“ seinerzeit oberflächlicher gemeint war, gebe es auch bei den heutigen Schulabgängern eine tiefe Sehnsucht nach Liebe und Frieden. Und obwohl diese Ideale weder in der Schulordnung noch im Lehrplan ausdrücklich erwähnt seien, werden sie doch in der Erziehung an der Heimschule Kloster Wald vermittelt, an einer Einrichtung, die sich der Lehre Christi verpflichtet habe. So gesehen, hätten die Abiturientinnen einen Weg erfahren, der sie in ihren Sehnsüchten und Bedürfnissen nach Liebe und Frieden wahrhaft leite.

Am Ende des Gottesdienstes steckten Schulleiterin Anita Haas und Internatsleiterin Dorothea Mangold den ehemaligen Schülerinnen das Walder Abzeichen an und machten sie damit zu neuen Mitgliedern im großen Netzwerk der Urwälderinnen.

 

Preise für besondere Leistungen erhielten:

Valentina Bucher (1,0), Miriam Frömel (1,2), Dominique Berger (1,3), Chiara-Cristina Arena (1,5), Anuschka Merkle (1,5), Anne Wiese (1,5), Melanie Kröger (1,6), Katharina Hoffmann (1,6), Clarissa Selegrad (1,8), Miriam Brändle (1,8), Lea Schöbel (1,8), Luzia Ferenschild (1,8) und Diana Köhne (2,0)

 

Sonderpreise erhielten:

 Melanie Kröger:

  • Scheffelpreis für besondere Leistungen und gute literarische Kenntnisse im Fach Deutsch
  • Preis des Erzbischöflichen Ordinariats der Erzdiözese Freiburg für hervorragende Leistungen im Fach Religion

  Miriam Frömel:

  • Preis der Fachschaft Französisch der Heimschule Kloster Wald: Zertifikat und Buchpreis für sehr gute Leistungen im Fach Französisch
  • Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

 Jorinde Wiese:

  • Preis der Fachschaft Französisch der Heimschule Kloster Wald: Zertifikat und Buchpreis für sehr gute Leistungen im Fach Französisch
  • Sozialpreis der Heimschule Kloster Wald

 Katharina Hoffmann:

  • Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

 Dominique Berger:

  • Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung

 

Die Preise der „Stiftung Humanismus heute“ für sehr gute Leistungen im Fach Latein erhalten:

Chiara Arena, Valentina Bucher, Anuschka Merkle, Clarissa Selegrad, Jorinde Wiese

 

Judith Hermann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg