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30.03.2014

Laetare

Reichlich Gelegenheit, ihre Töchter auf der Bühne zu sehen und ihre Talente zu bewundern, hatten die Eltern beim Schulfest am Laetare-Wochenende. So wurde der lateinische Name des 4. Fastensonntags („Freu dich!") wörtlich genommen.

Laetare-Konzert

Beim Laetare-Konzert am Samstag strahlte, wie der SÜDKURIER titelte, „Begeisterung von der Bühne". Auch die SCHWÄBISCHE ZEITUNG berichtete von „wahren Begeisterungsstürmen", die zahlreiche Mädchen singend oder musizierend ausgelöst hatten. Voller Stolz dankte Schulleiterin Anita Haas nach dem Konzert den jungen Musikerinnen, aber auch ihren Musiklehrern: Guido Haas, Martin Herr, Gudrun Hafner, Marion Rösch, Isabell Marquardt, Rainer Kempf und den Privatmusiklehrern.

Für Verblüffung sorgten gleich die ersten Programmpunkte des Konzerts: Unter der Leitung von Gudrun Hafner spielten die Streicherklassen der 6. und 7. Klassen kurze Instrumentalstücke, die rhythmisch und technisch durchaus anspruchsvoll waren, und das, obwohl die meisten Mädchen erst seit etwa anderthalb Jahren ihr Streichinstrument lernen. Das Klassenmusizieren wurde in dieser Form ermöglicht durch den Förderverein, der die Streichinstrumente und den Flügel finanzierte.

Die beiden Gitarristinnen Larissa und Rebecca Zöllner bewiesen bei „Drunken Salsa", wie gut sie aufeinander eingespielt sind. Am Flügel führte Julia Schöllhorn ihr Können vor: Bei Burgmüllers „Les Sylphes" zeigte sie ihre Fähigkeit, den Anschlag der Tasten zu variieren und die Melodie musikalisch herauszustellen. Geradezu virtuos spielte Alexandra Brodmann Chopins Revolutionsetüde – zweifellos eines der Highlights eines durchweg niveauvollen Konzerts.

Lorena und Rainer Kempf, Karolin und Theresa Fleig begeisterten mit einem ebenfalls herausragend musizierten Satz aus einem Concerto grosso Vivaldis. Beim Auftritt der Schulband und des Musikneigungskurses von Martin Herr wirkten Blechbläser, Streicher, Klavier, Xylophon zusammen und heizten mit fetziger Musik die Stimmung richtig an.

Auch Vokalmusik war mehrfach vertreten. Mit klarer Stimme sang Hannah-Marie Härle gefühlvoll „The Rose". Marion Röschs Musikgrundkurs trug den Popklassiker „We are the world" vor. Man merkte den jungen Sängerinnen an, wie viel Spaß sie selbst dabei hatten. Unter Isabell Marquardts Leitung trat der Mitarbeiterchor auf. Nach „Gabriellas Song" überraschte er das Publikum mit einer kleinen Choreographie zu „Revival", einer Melodie aus Südafrika.

Letzter Höhepunkt des Konzerts war der Chor der Mittel- und Oberstufe. Die etwa 60 Schülerinnen füllten den Bühnenraum restlos aus. Unter ihrem Chorleiter Guido Haas zeigten sie einen Programm-Querschnitt: vom Traditionellen über das Barocke zum Modernen. Wunderschön sangen sie als krönenden Abschluss drei Lieder aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu".

Laetare-Gottesdienst

Die Messe am Vierten Fastensonntag wurde von Schulseelsorger Dr. Winfrid Keller zelebriert. In seiner Predigt nahm er Bezug auf die Bibelstelle aus dem Johannesevangelium, die von der Heilung eines Blindgeborenen erzählt. Er untersuchte die Reaktionen verschiedener Personengruppen auf die wundersame Heilung, an der sich das Wirken Gottes offenbart habe. Keller fragte nach dem wahren guten Tun und dem authentischen Glauben. Dabei kritisierte er die Pharisäer, die ihren Glauben in ein starres System gepresst hätten. Deutlich sprach er aus, dass eine solche Haltung auch heutzutage durchaus noch existiert.

Feierlichen musikalischen Glanz erhielt die Messe durch Chor, Solistinnen, Orchester und Orgel: Unter der Leitung von Guido Haas wurde Michael Haydns Missa brevis in G-Dur aufgeführt. Pfarrer Keller dankte den musizierenden Schülerinnen, dem Organisten Martin Herr, den Musiklehrern Gudrun Hafner und Guido Haas für ihren großen Einsatz.

Laetare-Vorführungen in der Turnhalle

Am Sonntagnachmittag strömten scharenweise Zuschauer in die Turnhalle, wo sie ein kurzweiliges Programm erwartete.

Martin Herrs „Waldlerchen" machten mit drei Stücken den Anfang: Sprechend, singend, pfeifend sorgten sie dafür, dass jetzt schon Vorfreude auf ihre Musical-Aufführung aufkam. Auch beim folgenden Programmpunkt stellte Martin Herr seine begnadete Klavierspiel-Kunst unter Beweis. Immer genau passend zur Szene improvisierte er Stummfilm-Musik. Lucia Kädings Samstag -Theater-AG spielte den Sketch „Kleiner Mann in der Schule". Natürlich machte der Kleine Mann Unfug, als er beispielsweise einer Lehrerin ein Kleidungsstück aufknotete, was das Klavier mit einem dissonanten Akkord kommentierte. Selbstironie und britischen Humor bewies die Regisseurin, als sie eine Schülerin als „Englischlehrerin Ms Kaeding" auftreten ließ, die vom Kleinen Mann ausgetrickst wurde.

Das folgende Sportprogramm wurde von temporeichen Tänzen bestimmt. Die Sportlehrerinnen Andrea Bogner-Unden, Annabelle Trimpin und Jennifer Krämer hatten mit vielen Klassen unterschiedliche Tänze einstudiert. Dabei gab es auch Turneinlagen, akrobatische Elemente, Breakdance und Zumba. Mädchen aus allen Klassenstufen zeigten in lange geprobten Choreographien, dass ihnen auf Musik abgestimmte Bewegung großen Spaß macht. Stellvertretend für alle seien drei junge Chinesinnen erwähnt, die einen modernen Tanz aus ihrer Heimat vorführten und damit tosenden Beifall ernteten.

Die Schwestern Chiara und Taschina Hummel turnten am Boden und am Schwebebalken: Ihre sauber ausgeführten Übungen wiesen einen hohen Schwierigkeitsgrad auf. Das Finale gestaltete der Gerätekurs von Andrea Bogner-Unden: Handstand-Überschlag, Rad, Salto – alles wurde souverän gemeistert.

Bei Kaffee und Kuchen ließ man das Fest-Wochenende auf der Mensa-Terrasse ausklingen.

Judith Hermann

 

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg