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17.02.2014

Lossprechung

Zu welch originellen Gesellenstücken das Material Holz verarbeitet werden kann, zeigten am 15. Februar sechs junge Frauen, die an der Heimschule Kloster Wald ihre Lehre als Tischlerinnen oder als Bildhauerin erfolgreich abschlossen.

Vor fünf Jahren hatten sich Mareike Hänsler, Marina Heudorfer, Mareike Maaß, Linda Kohle und Lena Schell dazu entschlossen, eine Schreinerlehre zu machen.
Ihre Mitschülerin Nicola Bursch hatte sich für eine Holzbildhauer-Lehre entschieden.

Zum Abschluss der parallel zum Schulunterricht absolvierten Lehre konnten sie stolz ihre Gesellenprüfungszeugnisse in Empfang nehmen. Der Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, Joachim Möhrle, ließ es sich nicht nehmen, ihnen im Rahmen der Lossprechungsfeier persönlich ihre Zeugnisse zu überreichen. Seinen Glückwünschen schloss er eindringliche Worte an die frischgebackenen Gesellinnen an:  „Uns in der Handwerkskammer ist es wichtig, junge Menschen an das Handwerk heranzuführen. Sie sind Botschafterinnen für das Handwerk geworden.“ Er versicherte ihnen, dass eine handwerkliche Ausbildung für Zufriedenheit im Beruf sorge. Die Gesellschaft brauche genauso Handwerker wie Hochschulabsolventen.

Das Besondere der Doppelqualifikation „Abitur plus Gesellenbrief“ betonte auch Diana Kempf, die Leiterin der Lehrwerkstätten an der Heimschule Kloster Wald. Sie mahnte ein Umdenken in der Gesellschaft an, die allzu häufig handwerkliche Berufe benachteilige. Nicht jeder Abiturient sei der geborene Akademiker. Den Jung-Gesellinnen bescheinigte sie, in ihren Gesellenstücken handwerkliches Können mit Kreativität verbunden zu haben. In welch hohem Maße dies gelang, bewiesen drei Auszeichnungen: Diana Kempf durfte an Linda Kohle, Mareike Maaß und Nicola Bursch Preise für herausragende Leistungen vergeben.

Im Namen der Gesellinnen bedankten sich Mareike Maaß und Nicola Bursch bei ihren Lehrmeistern (und bei allen anderen Unterstützern) Thomas Diermann, Dieter Restle und Oliver Schmid sowie Ulrich Seimetz und Dieter Konsek.

Die beiden Schreinerinnen Marina Heudorfer und Mareike Hänsler bewiesen auf ihren Saxophonen, dass sie auch über musikalisches Talent verfügen. Bei der musikalischen Umrahmung der familiären Lossprechungsfeier wurden sie am Klavier von Peter Frick-Brokamp unterstützt.

Anschließend erläuterten die Handwerkerinnen im Konventsaal ihre Gesellenstücke. Aus Lindenholz hatte die Bildhauerin Nicola die weibliche Figur „Claire“ geschnitzt. Daneben gab es einen Couchtisch mit Geheimfach, indirekter Beleuchtung und Auszug zu bewundern. Eine Bar als Raumteiler und eine Bar als Stehtisch, mit Schublade oder Auszug, zogen ebenfalls die Blicke auf sich. Auch ein Fernsehschrank mit DVD-Fächern und eine Schrankbank belegten das hohe Können der Gesellinnen.

Judith Hermann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg