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15.12.2013

Weihnachtsspiel

„Was für eine wunderbare Stimmung hier im Stall!“, sagte im Musical ein Hirte, der das Jesuskind anbetete. Eine solch wunderbare Stimmung empfanden auch die zahlreichen Zuschauer, die am dritten Advent zur Aufführung eines Weihnachtsspiels an die Heimschule Kloster Wald gekommen waren. Lucia Käding, die Leiterin der Unterstufen-Theater-AG, hatte zusammen mit ihrem Kollegen, dem Musiklehrer Martin Herr, das Kindermusical „Stern über Bethlehem“ von Markus Hottiger ausgewählt. Die biblische Weihnachtsgeschichte wurde szenisch und musikalisch auf anrührende und gleichzeitig humorvolle Weise präsentiert. Dabei fand eine behutsame Veränderung statt, indem etwa die Hirten über ihre Arbeitsbedingungen murrten, bis ihnen ein Engel erschien und von Jesu Geburt berichtete. Als die Hirten den Stall betreten wollten, ermahnte einer den anderen, sich die Schuhe abzuwischen. Dann erst brachten sie dem Kind in der Krippe ihre Geschenke: Schafsmilch, Schafskäse und ein Lammfell. In prächtigen orientalischen Gewändern zogen die drei Weisen durch den Jennersaal, um ihrerseits den neugeborenen König aufzusuchen. Überhaupt trugen alle Mädchen dekorative, sorgfältig ausgewählte Kostüme. Auch beim Bühnenbild wurde Lucia Kädings Liebe zum stimmigen Detail deutlich. Die Hirten ließ sie zunächst in einer rot erleuchteten Ecke kauern, die an ein Lagerfeuer denken ließ. Die Schauspielerinnen versetzten sich ganz in ihre Rolle, spielten überzeugend und sprachen gut verständlich. Das Geschehen auf der Bühne wurde mehrfach vertiefend durch den Unterstufen-Chor, die „Waldlerchen“, unterbrochen. Sie sangen auswendig mehrere Lieder, darunter natürlich den Titelsong „Stern über Bethlehem“. Dabei wurden sie am Klavier von Chorleiter Martin Herr einfühlsam begleitet.

So führte das Zusammenwirken vieler Menschen dazu, dass die Anwesenden  aus ihrer Alltagshektik geholt wurden und dass sie innehalten konnten. Schulleiterin Anita Haas meinte bei ihrem Dank an die Mitwirkenden, besonders an Lucia Käding und Martin Herr gerichtet, dass ihr Spiel zu Herzen gegangen sei: „Nun kann Weihnachten werden.“

Mitwirkende:

Unterstufen-Theater-AG:

Mara Zeidler (Frau), Anna Sauter (Josef), Victoria Burkhardt (Sprecherin), Lara Lange, Chiara Hummel und Valerie Sieber (Volk), Charlotte Felsheim (Wirt), Marie Vontz (Salomon), Pauline Schweinsberg (Ephraim), Karla Buk (Soldat), Luca Marie Würzer (Engel Gabriel), Maja Ulrich und Katharina Auer (Kaspar), Franka Heinzelmann (Soldat), Rebecca Weikmann, Hannah Schmid, Lea Kirch und Emily Mogg (Hirten), Lilian Münz (Sternendeuter), Johanna Heinzelmann (Melchior) und Jana Sophie Vincen (Maria)

Unterstufenchor „Waldlerchen“

Klavier: Martin Herr 

Regie:   Lucia Käding

Judith Hermann

Und hier noch ein Augen- und Ohrenzeugenbericht aus dem Förderverein:

 „Jetzt kann Weihnachten kommen“

Wie in jedem Jahr fand am 3. Advent das Weihnachtsspiel im Jenner statt. Gespannte Erwartung herrschte im gut besuchten Raum, aufgeregte Mädchen huschten durch den Saal, mussten noch mehr Stühle holen…

Endlich wurde das Licht gedimmt, Ms. Käding betätigte die Bühnenbeleuchtung und Herr Herr nahm seinen Platz am Flügel ein.

Und wieder staunte ich über das „Wunder“ das Herr Herr jedes Mal an diesem Adventsnachmittag vollbringt. Er hob seine Hand, begann mit dem Klavierspiel und der Waldlerchenchor stimmte ein. Zwischen Chorleiter und Waldlerchen befanden sich: der Flügel, das Publikum, die Bühne, Herr Schneider mit seinem Fotoapparat – und trotz dieser Distanz war es, als stünde Herr Herr persönlich vor seinen Waldlerchen und dirigierte sie.

Dieses „Wunder“ erfordert viel Probenarbeit, Disziplin und Vertrauen von allen Beteiligten.

Das Weihnachtsspiel berührte uns alle. Die Mädchen spielten und sprachen mit großer Ernsthaftigkeit. Jede von Ihnen im passenden Kostüm. Ms. Käding schafft es immer wieder, ihre Mädchen zu solchen Glanzleistungen hinzuführen. Sie alle erfüllten ihre Rollen mit Leben und ließen uns am Weihnachtswunder teilhaben.

Es gab großen Applaus für alle Mitwirkenden, die Gäste blieben noch, gefangen vom Zauber und der Atmosphäre die diesen Raum beherrschten, sitzen.

Wie viel Arbeit, zusätzlich zum regulären Schulbetrieb, die Waldlerchen und die Theater AG auf sich nehmen um uns mehrmals im Jahr zu erfreuen, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Nur kurze Zeit zuvor, am Martinstag, hatten Ms. Käding, Herr Herr und die Mädchen den Gottesdienst mit dem Martinsspiel bereichert.

Der Förderverein ist sehr stolz auf diese Leistung und wird immer gerne die Probentage in Ochsenhausen finanziell unterstützen – für so viel Professionalität braucht es diese besonderen Tage voller Arbeit und Konzentration für Theater und den Chor. Auch dies trägt zum Reifen und Heranwachsen unserer Töchter bei.

Was viele nicht wissen: das Baby in der Krippe ist eine in Aussehen, Größe und Gewicht real nachempfundene Säuglingspuppe aus alten Beständen einer Hebamme. Die Puppe ist 60 Jahre alt und wurde von etlichen werdenden Müttern in Säuglingspflegekursen gebadet und gewickelt. Jetzt befindet sie sich in der Obhut von Ms. Käding und wird jedes Jahr zum Weihnachtsspiel fürsorglich in die Krippe gebettet – die zur liebevoll gestalteten Bühnendekoration gehört.

Dank an alle, die am Gelingen dieses Nachmittags beteiligt waren. Um es mit den Worten von Frau Haas zu sagen: „Jetzt kann Weihnachten kommen.“

Simone Zöllner

 

 

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