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19.06.2013

Schulgarten

Zu einem Kloster gehört ein Klostergarten. Frau Mangold meinte dies schon lange. Aber erst seit diesem Schuljahr setzen Charlotte Eiche, Beatrix Mayer und Klaus Restle diese Idee in die Tat um. An einem Nachmittag pro Woche treffen sie sich mit 5 bis 10 interessierten Schülerinnen aus den Klassen 5, 6 und 10, um mit ihnen einen Schulgarten zu gestalten.

Das erste Projekt im Herbst war allerdings die Verschönerung des Posthofs. Entlang der Klostermauern wurden zahllose Blumenzwiebeln gesteckt, die im Frühjahr für eine blühende Farbenpracht sorgten. Ebenfalls im Herbst hatte Hausmeister Restle ein großes Areal Wiese umgegraben, auf dem im Frühling Beete angelegt wurden. Hausmeister Wenzel spendete Material für eine Kräuterschnecke und half kräftig bei deren Erstellung mit. Jetzt im Sommer gedeihen dort Küchenkräuter, Heilkräuter (auch nach Hildegard von Bingen) und Duftpflanzen. Nutzpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Bohnen, Radieschen, Salat und Kürbis wachsen in einem benachbarten Beet. Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren können auch geerntet werden. Nach der regelmäßigen Pflege, die aus Jäten, Hacken und Gießen besteht, ist diese Ernte für die Mitglieder der Garten-AG eine willkommene Belohnung.

Der Schulgarten ist ein naturnaher Garten; es werden also weder Düngemittel noch Pestizide eingesetzt und nur einheimische Pflanzen angebaut. Ein Lesesteinhaufen ist als Steinbiotop ein möglicher Lebensraum für Erdkröten und Eidechsen.

Charlotte Eiche, die Leiterin der Garten-AG, sieht jedoch auch eine pädagogische Bedeutung des Schulgartens: Er ist nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern gibt den Schülerinnen die Gelegenheit, Gemeinschaft zu erleben, Pflanzen kennenzulernen und Verantwortung zu übernehmen.

Judith Hermann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg