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11.09.2018

Eine Zeit der Wanderungen

Das Internat startet ins neue Schuljahr

Der Schuljahresbeginn ist Abschied und Neubeginn. So auch im Internat der Heimschule Kloster Wald, dessen Bewohnerinnen am 11. September zur ersten Internatsversammlung im neuen Schuljahr zusammenkamen.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Die Ferien sind zu Ende, Abschied nehmen wir von freien Tagen, von sorgloser Faulenzerei, von kreativem Müßiggang. Die Schule beginnt, ein Neubeginn nun in einer neuen Klasse, mit neuen Klassenkameradinnen, Büchern, Fächern, Räumen, Lehrern.

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Es ist dies eine Zeit der Wanderungen. Ein Jahr älter bedeutet im Internat das Beziehen eines neuen Zimmers, auf einem anderen Stockwerk, mit einem neuen Gemeinschaftsraum. Die Abiturientinnen sind ausgezogen oder wohnen nun in Nebengebäuden, während sie ihre Lehre beenden. Auch in der Mensa wird gewandert – zumindest beim Abendessen, wo die Klassenstufen feste Tische besetzen.

Auch ist es eine Zeit des Wachstums: Im Konventsaal begrüßte die Internatsleiterin Dorothea Mangold rund 100 Mädchen, die im Schuljahr 2018/19 das Internat ihr Zuhause nennen. Fünf Mädchen kamen neu in die Unterstufe, drei Zugänge verzeichnet die 8. Klasse, 13 die 9. Klasse, je drei Mädchen wurden neu in die Gruppen der Klassen 10 und 11 aufgenommen. Sie nennen Spanien, Frankreich, Mexiko, Österreich, die Schweiz, die USA und Deutschland ihre Heimat.

Zudem wächst das Team der Erzieherinnen. Sophie Genth verstärkt die Unterstufe, Silke Walz ist in Stufe 9 eingesetzt, Julitta Büschel packt als Auszubildende zur Jugend- und Heimerzieherin mit an. All jenen sprach Dorothea Mangold ein herzliches Willkommen in Wald aus.

Und eine Zeit des wieder Zusammenseins. Aurelia Heihoff, eine von zwei Sprecherinnen der Internatsmitverantwortung (IMV), betonte bei ihren Willkommensworten die „richtig gute Gemeinschaft", die Mädchen im Internat vorfinden, und die zu Wald gehört wie der Internatspulli. Neu dazu gehört nun ein Bücherregal, über das bewährter Lesestoff getauscht, weitergegeben oder geteilt werden kann.

Es beginnt eine Zeit der erweiterten Fürsorge. Ulrich Schneider leiht als neuer Schulseelsorger auch den internen Mädchen sein Ohr, wenn der Schuh drückt, Freude geteilt oder einfach nur über Gott und die Welt gesprochen werden möchte. Bekannt ist er als Lehrer für Latein und Religion sowie durch seine (Mit-)Gestaltung von Schul- und Sonntagsgottesdiensten.

Zuletzt ist es eine Zeit der Wiederkehr. Der Gottesdienst ist – wie immer – sonntags um 11 Uhr. Zahlreiche AGs werden wieder angeboten, um den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Und der erste Ausflug ist auch schon terminiert. Selbst wenn dieser keine Wanderung wird – nach Überlingen geht's mit dem Bus –, so ist es doch ein Aufbruch in eine neue, aufregende Zeit.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Christian Mehrmann
Auszüge aus dem Gedicht „Stufen" von Hermann Hesse

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg