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03.07.2016

Abitur 2016

Die Waldfeen feiern Abschied vom Schulleben

Mit dem Motto: „Holla die Waldfee – es geht auch ohne Zauberstab“ verabschiedeten sich die diesjährigen Abiturientinnen von ihrem Schulleben an der Heimschule Kloster Wald. Sie wollten mit diesem Motto darauf anspielen, dass es beim Abitur nicht um Zauberei geht, sondern auf die eigene Leistung ankommt.

In seiner Predigt während des Abiturgottesdienstes am Sonntagvormittag versuchte Pfarrer Gerhard Müller, der Bedeutung dieses Mottos noch etwas näher auf den Grund zu gehen:

Reifeprüfung – das heiße auch, sich von kindlichen Wunschvorstellungen zu verabschieden und Verantwortung zu übernehmen für das, was man tut. Reifeprüfung im Glauben – das heiße auch, verstanden zu haben, dass Gott nicht dazu da sei, unsere Wünsche zu erfüllen. Er zaubere nicht alle unsere Probleme mit einem Zauberstab weg, sondern gebe uns Gaben, um das Leben zu meistern. Gelassenheit, Mut und Weisheit seien die Gaben, um die ein erwachsener Glaube bitten könne.

Auch Schulleiterin Anita Haas hatte in ihrer Rede bei der Feier am Samstagnachmittag die Schülerinnen dazu ermutigt, mit den Werten, die sie in Wald kennengelernt hätten, nun ins Leben zu gehen. Sie ging auf die sieben Kardinaltugenden ein, die in der Gegenwart und Zukunft für ein gelingendes Leben von Bedeutung seien. Mit den christlichen Werten und Tugenden sei die Gestaltung eines humanen Miteinanders zum Wohle der künftigen Generationen möglich. Die heillose Welt brauche eine Renaissance der Tugend als Bildungs- und Erziehungsideal. Sie gab den jungen Frauen ein Zitat von Platon mit auf den Weg: „Nicht aus Reichtum kommt die Tugend, sondern aus Tugend Reichtum und alle Güter.“

Für die Eltern sprach Barbara Hauter, die die Heimschule Kloster Wald mit dem berühmten Dorf verglich, das man nach einem afrikanischen Sprichwort braucht, um ein Kind zu erziehen. Sie dankte allen, die in Kloster Wald zur Erziehung der Mädchen durch ihre Beziehung zu ihnen beigetragen haben.

Constantia Zeiser und Nadja von Wolff hielten die Schülerinnenrede, und mehrere Abiturientinnen umrahmten die Feier musikalisch:

Vanessa Szostak und Franziska Michel spielten das Allegro vivace aus dem Klarinetten-Duetto op.6 Nr. 3 von Christoph Bernhard.

Nadja von Wolff spielte das Venezianische Gondellied von Felix Mendelsohn Bartholdy auf dem Klavier.

Laura Strunk, Maren Schmid, Helena Mia Hauter, Julia Schöllhorn und Nadja von Wolff spielten den Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel.

64 ehemalige Schülerinnen bestanden das Abitur, 26 davon erhielten Preise und Sonderpreise, da sie gute oder sehr gute Ergebnisse im Abitur erzielt hatten:

Constantia Zeiser:(1,0: Max-von-Frisch-Preis und Latein-Preis der Stiftung „Humanismus heute“), Kaja Vitzthum (1,1: Scheffelpreis und Latein-Preis der Stiftung „Humanismus heute“) , Helena Hauter (1,2: Preis der Deutschen Mathematik-Vereinigung, Ferry-Porsche-Preis und Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Elena Foitzik (1,2: Preis des Ordinariats der Erzdiözese Freiburg), Isabel Haidlauf (1,3: Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Julia Witter (1,3), Antonia Riegger (1,3: Preis und Zertifikat der Fachschaft Französisch an der HKW), Laura Stauss (1,3), Celine Dudas (1,4), Anna-Maria Widenhorn (1,4: Preis der Physikalischen Gesellschaft und Latein-Preis der Stiftung „Humanismus heute“), Nadine Moldenhauer (1,5: Urkunde der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Valerie Jaklin (1,5: Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker), Katharina Häusler (1,6: Latein-Preis der Stiftung „Humanismus heute“), Belinda Büchel (1,6), Laura Vetter (1,6: Preis und Zertifikat der Fachschaft Englisch an der HKW), Paula König (1,7), Hannah Briesemeister (1,7), Antonia Colan Bräunig (1,8), Julia Horn (1,8), Ramona Gihr (1,8), Iris Gelder (1,9), Jacqueline Lehmann (1,9), Julia Schöllhorn (1,9) Leonie Vogler (1,9), Laura Strunk (1,9) und Bettina Schweihofer (1,9).

Weitere Abiturientinnen sind: Nadja Arnold, Anna Bickers, Annika Braun, Hannah Briesemeister, Tabea Gohl, Meike Gühring, Josephine Knoch, Franziska Michel, Maren Möhrle, Alana Raitt, Maren Schmidt, Ellen Stengele, Antonia Stolz, Vanessa Szostak, Sandra Traber, Nadja von Wolff, Luisa Weinert, Hannah Winter, Carmen Berthold, Julia Buuk, Philippa Groß v. Trockau, Sydney Keller, Hannah Reimann, Johanna Schenk von Stauffenberg, Katharina Schmadtke, Emilia Schmucker, Larissa Stegmaier, Julia Steppacher, Alix Abele, Normandie Freitas-Moss, Isabelle Graf, Yi Lin, Melina Meuschke, Sabrina Schumacher, Vy Tran le Tuong, Leonie Vogler, Madeleine Wetzel und Hanna Wilke.

Mit einem gelungenen Abiball in der Zehndörferhalle von Wald feierten die Abiturientinnen mit ihren Familien und Freunden bis tief in die Nacht.

Allerdings bedeutet für viele von ihnen das Abitur noch nicht den endgültigen Abschied von Wald, denn die meisten setzen ihre Handwerkerlehre fort und werden im nächsten Frühjahr noch ihre Gesellenprüfung als Schreinerin, Schneiderin oder Holzbildhauerin ablegen.

 

Margaretha Bucher-Schneider

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg