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19.10.2012

Prof. Dr. Daniela Berg, eine Urwälderin, erzählt...

„Als ich mit 11 Jahren ins Internat kam, war ich überzeugt davon, dass man an Heimweh sterben kann.“ Das gestand die Urwälderin Daniela Berg (geb. Wolz) ihren Zuhörern im Konventsaal. Die heutige Professorin für Neurologie war der Einladung von Internatsleiterin Dorothea Mangold gefolgt und erzählte von ihrer Zeit in Wald, von ihrem Werdegang und ihrem beruflichen Engagement als Ärztin, Professorin und Forscherin. Wie sie dem atemlos lauschenden Publikum darlegte, erwies sich ihr Besuch der Heimschule letzten Endes als große Chance, trotz der Anfangsschwierigkeiten. Überhaupt stehe ihr Leben unter der Spannung zwischen „Herrlichkeit“ und „Schwierigkeit“. Bei allem habe sie stets ihr Glaube getragen. Zu hören, wie aus der heimwehkranken Internatsschülerin Daniela eine international anerkannte Parkinson-Forscherin wurde, war beeindruckend. Aus erster Hand erfuhren die Schülerinnen, wie sich eine wissenschaftliche Karriere mit der Rolle als Ehefrau und Mutter vereinbaren lässt.

Als eine jugendliche Zuhörerin fragte, was Daniela Berg ihr denn für die Verwirklichung ihres eigenen Berufswunsches raten könne, wo doch ihre Noten nicht so gut seien, empfahl ihr die Professorin: „Noch ist es Zeit. Fang jetzt an zu arbeiten!“ So wurde der Vortrag zu einer Unterweisung in lebenspraktischen Fragen.

Judith Hermann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg