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04.07.2015

Wiesenduft, Sternenhimmel und Schweizer Käse

Unterstufe des Internats fährt auf eine Alm

Meine Mitschülerinnen und ich waren vom 4. auf den 5. Juli auf einer Alm in der Schweiz. Nach gefühlten zwei Stunden Fahrt ab Kloster Wald (tatsächlich waren es vier) kamen wir zuerst an einem Kiosk auf einem Talweg an. Wir waren froh über die kühlen Getränke und den Imbiss, den es dort gab, denn es war sehr heiß. Dann eilten wir zu den Internatsbussen zurück, um auszuladen. Wir konnten es gar nicht abwarten, zu der Hütte zu kommen. Als wir hoch auf den Berg schauten, rissen wir unsere Augen weit auf - ein Sessellift erwartete uns! Blitzschnell bildeten wir Zweier-Gruppen und stellten uns beim Eingang der Talstation an.

Unsere Rucksäcke hingen an der Rücklehne des Sessellifts, damit sie nicht runterfallen konnten. Oben angekommen, verging uns die Freude, als wir erfuhren, dass wir noch wandern mussten. Aber die Wanderung dauerte nicht allzu lange. Wir waren immer noch gespannt, was uns wohl erwarten würde. „Oh mein Gott!“, riefen einige Mädchen von hinten, als die Hütte in unser Blickfeld kam. Wir waren an unserem Ziel angekommen! Endlich, nach einer so langen Reise. Die erste Frage, die wir uns stellten, war natürlich die, wo wir schlafen würden. Es wurde schon gemunkelt, dass wir evtl. auch auf einer Wiese übernachten könnten. Also erst mal die Erzieherinnen nerven. Diese Gelegenheit konnten wir uns doch nicht entgehen lassen.

Eine Handvoll Mädels durfte Kühe eintreiben gehen, die anderen kochten. Ich entschied mich fürs Kochen. Wir schälten erst Kartoffeln, schnitten Zwiebeln, hackten Schweineschinken und am Schluss brieten und mixten wir diese Zutaten zusammen. Die Produkte waren fast alle von der Alm selbst hergestellt. Wir waren wie ausgehungert. Auch die anderen Mädchen kamen von den Kühen und ließen sich erschöpft auf die Bänke fallen. Wir genossen alle unser selbstgekochtes Essen und den wunderbaren Ausblick. Wir diskutierten dann ausgiebig über unseren Schlafplatz, doch der Entschluss war schon klar! Draußen auf einer schönen, abgelegenen Weide wollten wir nächtigen!

Perfekt für den Abend waren natürlich auch unsere voll aufgeladenen Handys, die wir behalten durften. Wir konnten nun, nachdem wir unsere Schlafsäcke platziert hatten, auch Kühe melken gehen. Nicht alle Mädchen gingen zu den Kühen, weil wir die Information hatten, dass wir auch morgens um 5 Uhr Kühe melken konnten. Es wurde langsam dunkel und es erschienen schon einzelne Sterne am Himmel. Die Erzieherinnen verabschiedeten sich von uns und suchten sich einen - am besten - weit weg gelegenen Schlafplatz. Selbstverständlich haben wir nicht geschlafen, sondern in den Sternenhimmel geschaut und Musik laufen lassen. Nachts schlichen wir uns leise zu den Erzieherinnen und jagten ihnen einen ordentlichen Schrecken ein.

Nächster Tag und neues Glück

Wir hatten ein richtig rustikales Frühstück. Nach dem Frühstück durften wir unseren eigenen Käse herstellen, erfuhren, wie Butter entsteht, und natürlich wurde uns die Hütte und so mancher Bewohner vorgestellt. Gegen 12 Uhr am Mittag mussten wir die Alm schweren Herzens verlassen und zum Sessellift zurückkehren. Aber statt den Sessellift zu benutzen, gab es eine neue Überraschung. Eine nervenzerreißende Fahrt mit einem Roller. Jeder schnappte sich ein Fahrgerät und Helm und wir fuhren in 4er Gruppen ins Tal hinunter. Manche rasten, manche gurkten und manche schlichen den Berg hinunter. Unten angekommen, ging es wieder an die Autos. Rückreise war angesagt. Zu unserem Glück ging es in Deutschland noch ins Schwimmbad. Aber anschließend kamen wir doch in unserem altvertrauten Kloster etwas erschöpft, jedoch auch zufrieden an.

Danke für dieses wunderschöne Wochenende - hätten wir gerne öfter! Danke an alle, die dies möglich gemacht haben: Frau Lang, Frau Siebenrock, Frau Prütting, Herrn Vontz, die Leute auf der Alm, Frau Mangold und natürlich unsere heißbegehrten Eltern! DANKE!

Theresa Jobe

(Fotos: Sarah Lang)

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