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10.07.2018

Verabschiedung von Frau Haas

Nach 35 Jahren an der Heimschule Kloster Wald verlässt Schulleiterin Anita Haas zum Schuljahresende die Schule und geht mit 65 Jahren in den Ruhestand.
Bei mehreren Abschiedsfeiern kamen einerseits Dankbarkeit und Wertschätzung, andererseits aber auch Wehmut und Gespanntheit auf das Neue zum Ausdruck.

Bei einem offiziellen Festakt am Dienstag, 10. Juli 2018, wurde Anita Haas von Dietfried Scherer, dem Direktor der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, und von Thomas Reichenmiller, dem leitenden Regierungsschuldirektor am Regierungspräsidium Tübingen, verabschiedet.

Beide hoben die großen Verdienste von Anita Haas hervor und blickten zurück auf die 14,5 Jahre ihres Wirkens als Schulleiterin. Eine hohe Qualitiät sei ihr stets ein Anliegen gewesen, und sie habe sich in Wald verdient gemacht, so Dietfried Scherer.

Thomas Reichenmiller betonte, dass es Anita Haas um die Bildung der Schülerinnen mit Kopf, Herz und Hand in einem strukturierten Rahmen gegangen sei. Sie habe mit dem Profil der Schule deutliche Akzente gesetzt. Kloster Wald habe bei der Fremdevaluation mit der Exzellenzstufe abgeschnitten, was auch das Verdienst von Anita Haas sei.

Seit 1983 unterrichtete sie ihre Fächer Mathematik und Erdkunde. 1991 wurde sie stellvertretende Schulleiterin, zunächst unter Schwester Michaele Csordás, danach unter Schwester Dr. Scholastika Deck. 2004 wurde sie selbst Direktorin der Heimschule Kloster Wald und übernahm dieses Amt als erste Nicht-Ordensfrau.

Im Namen der Ordensgemeinschaft würdigte Schwester Scholastika viele Dinge, die Frau Haas ausmachten: Energie, Vitalität, zugewandte Freundlichkeit, positive Grundeinstellung, Kreativität, strukturierte Ordnung, rechtzeitiges Planen, Geduld und Hartnäckigkeit, Verlässlichkeit, Korrektheit und Loyalität zu den Schwestern und den Zielen des Hauses.

Sie wandte sich auch an den neuen Schulleiter Hartwig Hils, der als erster Mann die Leitung der Mädchenschule übernimmt, und wünschte ihm, dass Gottes Kraft den Anfang segnen möge.

Internatsleiterin Dorothea Mangold dankte Frau Haas für ihr Lebenswerk, „Direktorin mit Leib und Seele" gewesen zu sein. Sie habe die Leitung der Mädchenschule mit hohem intellektuellen Anspruch und hervorragender Reputation weit über die regionalen Grenzen hinaus übernommen und Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Schülerinnen gelegt. Sie habe immer die Talente und Potenziale der Schülerinnen gesehen und alle drei Standbeine von Kloster Wald, Schule mit Hort, Werkstattausbildung und Internat, gleichermaßen gefördert. Sie habe „Wald in ihren Händen gehalten", wie es eine Schülerin der 5. Klasse auf einer Collage gezeichnet hatte. Deshalb legte Dorothea Mangold ein großes Walder Logo in die Hände von Anita Haas, aber auch in die Hände ihres Nachfolgers Hartwig Hils.

In seiner Ansprache erläuterte Hartwig Hils seine Motivation: Die Kombination von Abitur und Berufsausbildung habe ihn nach Wald gezogen. Als Leiter eines beruflichen Schulzentrums in Tuttlingen war es ihm schon lange ein Anliegen, berufliche und allgemeine Bildung stärker miteinander zu verbinden.

Der Mitarbeiterchor wünschte der scheidenden Chefin auf musikalischem Wege „Freude und Glück, Urlaub am Stück" und versprach "Rente is a wonderful place".

Als Abschluss der Veranstaltung wünschte sich Anita Haas vom Schulchor das Lied „Oh happy day", denn sie freue sich darauf, mit ihrem Mann den schönen Bodensee zu genießen.

Mit zwei weiteren internen Abschiedsfeiern verabschiedete sich Anita Haas endgültig von der Heimschule Kloster Wald, bleibt der Schule jedoch auch in Zukunft herzlich verbunden und wird sicher ab und zu auf Besuch kommen.

Margaretha Bucher-Schneider

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg