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17.12.2017

Weihnachtsspiel

Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder.

Freuen – aber worüber eigentlich? Die Weihnachtszeit so voller Stress und Hektik – Geschenke kaufen, Weihnachtsmarkt. In der Schule Klassenarbeiten und Leistungsdruck. Wo bleibt da noch Zeit für Gottes Wort, Hoffnung auf Frieden und Erlösung?

Mit dieser bemerkenswert aktuellen Feststellung eröffnete der Chor der Waldlerchen im Sprechgesang das diesjährige Adventsspiel an der Heimschule Kloster Wald. „Mach langsam!" riefen die Hirten sich später gegenseitig zu – und richteten ihren Appell mindestens ebenso an das Publikum.

O come all ye faithful.

Und das Publikum war zahlreich erschienen, um die diesjährige Interpretation der Weihnachtsgeschichte zu bestaunen. Die Mädchen des Unterstufentheaters spielten nicht nur, sie waren förmlich in Bethlehem – und das Publikum war mittendrin: Als Maria der Bote Gottes erschien, der ungeliebte Kaiser zur Volkszählung aufrief, die Gelehrten dem Stern nachfolgten. Ein wenig frech, frisch, mit einem Augenzwinkern hier und einer gehörigen Prise Sprachfertigkeit da.

Natum videte Regem angelorum.

Denn Unerhörtes und Wunderbares war geschehen: Maria war schwanger und ihr Mann Josef nicht der Vater. Dabei war sein Leben doch bisher tadellos verlaufen. Womit hatte er das verdient? Verwirrung, Zweifel, Angst machten sich breit. Was einmal sicher schien, war aus den Fugen geraten. Es lamentierten die Hirten: „Jetzt dürfen wir nicht einmal mehr jammern".

Lasset uns anbeten den König, den Herrn.

Doch am Ende die Erlösung: Ein Stern steht über der Krippe, Jesus ist geboren, Gottes Sohn. Die drei Gelehrten – vom Unglaublichen ganz ungläubig – beschenken das Neugeborene und preisen es. Eine neue Zeit bricht an.

Venite adoremus.

Zuletzt der Dank der Schulleiterin Frau Haas für eine wunderbare Vorstellung: den Schauspielerinnen, Sängerinnen, Musikerinnen, der Regisseurin Frau Becker, Herrn Herr, dem musikalischen Kopf hinter Arrangements und Flügel. „Joyful and triumphant": Jetzt kann Weihnachten kommen.

Christian Mehrmann

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Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg